Marktbericht: Anleger versuchen DAX zu stabilisieren
Marktbericht
Leichtes Kursplus erwartet Anleger versuchen DAX zu stabilisieren
Stand: 26.10.2026 • 07:27 Uhr
Die Zahl der Sorgen bleibt groß. Neben den anhaltend hohen Ölpreisen dämpfen die Sorgen um den KI-Boom die Stimmung. Jetzt hoffen die Anleger auf gute Unternehmensbilanzen und Hilfe von den Notenbanken.
Der Broker IG Markets taxiert den deutschen Leitindex vor dem Start des Xetra-Handels 0,2 Prozent höher auf 25.238 Punkte. Am vergangenen Freitag war der DAX mit einem Minus von 0,7 Prozent auf 25.181 Punkten aus dem Handel gegangen.
"Zu den Sorgen über die hohen Energiepreise gesellen sich die Sorgen über möglicherweise zu teure Bewertungen der KI-Unternehmen", sagt Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Auf Wochensicht hatte der deutsche Leitindex 1,7 Prozent eingebüßt. Um zu einer Jahresendrally anzusetzen, müssten für die DAX-Bullen deutlich positivere Vorgaben kommen, damit sich die Stimmung aufhelle. Bis dahin bleibe Sand im Getriebe, unterstreicht Jens Klatt, Marktanalyst bei XTB.
Tech-Konzerne im Blickpunkt
Auch zum Start der neuen Handelswoche sind die Anleger spürbar verunsichert. Die Liste der Sorgen und Probleme ist lang: Der Ölpreis bleibt hoch, und die Frage, wie lange der KI-Boom noch anhält, ist immer noch ungeklärt. In der neuen Woche warten die Anleger auf die Bilanzen der Tech-Riesen Alphabet, Microsoft und Amazon.
Fallen die Zahlen stark aus, dürfte das zwar vorerst beruhigen. Aber die hohen Erwartungen können leicht enttäuscht werden, mit turbulenten Folgen für die Aktienmärkte.
Auch DAX-Werte stellen Bilanzen vor
Die bisher uneinheitliche Berichtssaison zeige, dass viele Unternehmen mit den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu kämpfen hätten, beurteilt Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets die Lage. Die Börsen bräuchten inzwischen mehr als nur gute Nachrichten, nämlich handfeste Belege für nachhaltiges Wachstum.
Aus dem DAX legen im Wochenverlauf unter anderem der Chemiekonzern BASF, die Deutsche Bank sowie die Autobauer Mercedes-Benz und Volkswagen Quartalszahlen vor.
Fed und EZB vor Leitzinsentscheid
Neben der Bilanzsaison wird die Geldpolitik ein wichtiges Thema sein. In den kommenden Tagen stehen die Zinsentscheidungen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und der Europäischen Zentralbank (EZB) an. Auf die steigende Inflation hatten die Notenbanken mit Zinserhöhungen reagiert. Steigende Zinsen sind am Aktienmarkt unbeliebt. Sie sorgen dafür, dass viele Anleger vermehrt in Rentenpapiere investieren, um von den höheren Zinsen profitieren. Deshalb hoffen die Aktienmärkte, dass die Währungshüter die Zinsen unverändert lassen.
Die Fed tagt nur sechs Tage vor den US-Zwischenwahlen", meint Chefstratege Robert Greil von der Privatbank Merck Finck. "Die weiter steigende US-Inflation spricht eigentlich klar für eine Leitzinserhöhung, dennoch dürfte sich die Fed so kurz vor den Wahlen eher zurückhalten, wie sie das historisch meist gemacht hat." Auch von der EZB erwartet Greil am Donnerstag keine Zinsänderung. Bei beiden Notenbanken sei jedoch eine weitere Erhöhung im Dezember wahrscheinlich.
Asiens Börsen geben nach
Die asiatischen Aktienmärkte haben zum Wochenauftakt im Vorfeld der Notenbanksitzungen und Firmenbilanzen überwiegend schwächer tendiert. In Tokio gab Nikkei-Index 0,4 Prozent auf 62.431 Punkte nach.
Auch in China hielten sich die Anleger zurück: Die Börse Shanghai verlor 0,2 Prozent auf 3.683 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,5 Prozent auf 4.083 Punkte.
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