Salt bestätigt möglichen Sicherheitsvorfall – viele Fragen offen

- Der Schweizer Mobilfunkanbieter Salt bestätigt einen möglichen Sicherheitsvorfall durch einen missbrauchten Zugang zu einem «peripheren System».
- Namen, Adressen, Mobilnummern, Geburtsdaten und E-Mail-Adressen von Kunden könnten betroffen sein; Passwörter und Bankdaten hingegen nicht.
- Zur Zahl der Betroffenen und einem allfälligen Datenabfluss macht Salt vorerst keine Angaben.
Nach Meldungen über ein mögliches Datenleck hat Salt Kundinnen und Kunden sowie die zuständigen Behörden über einen Sicherheitsvorfall informiert. Der Mobilfunkanbieter spricht von Hinweisen auf die missbräuchliche Nutzung eines bestehenden Zugangs zu einem «peripheren System».
Ein unbefugtes Eindringen in die Systeme von Salt sei hingegen ausgeschlossen worden. Salt betont auf Anfrage von 20 Minuten, ein Hack habe nicht stattgefunden.
Sicherheitsmassnahmen verstärkt
Erst die vertieften Abklärungen hätten Hinweise auf die missbräuchliche Nutzung eines bereits bestehenden Zugangs ergeben. Die betroffenen Zugänge seien danach umgehend gesichert und die Sicherheitsmassnahmen verstärkt worden, so Salt.

In der Kundeninformation schreibt das Unternehmen, möglicherweise betroffen seien Vor- und Nachname, Postadresse, Mobiltelefonnummer, Geburtsdatum und E-Mail-Adresse. Passwörter, Bankdaten und Kundenverlaufsdaten könnten nach Angaben von Salt nicht betroffen sein. Kundinnen und Kunden werden dazu aufgerufen, bei verdächtigen E-Mails, SMS und Anrufen besonders vorsichtig zu sein.
Unklar, wie viele Personen betroffen
Wie viele Personen potenziell betroffen sind, wann der Zugang missbräuchlich verwendet wurde und über welchen Zeitraum dies geschah, lässt Salt auf Anfrage von 20 Minuten offen. Auch ob Daten tatsächlich abgeflossen oder veröffentlicht worden sind, sagt das Unternehmen nicht. Die in Online-Meldungen genannte Zahl von rund 1,09 Millionen Datensätzen will Salt somit weder bestätigen noch dementieren. Diese Zahl meldete etwa das Portal Brinztech.
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Unklar bleibt auch, was Salt unter dem betroffenen «peripheren System» versteht und ob es sich dabei um ein eigenes oder ein angebundenes System handelt. Auf entsprechende Fragen verweist der Anbieter auf die laufenden Untersuchungen und will derzeit keine weiteren Angaben machen.

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Reto Bollmann (bre), Jahrgang 1991, verstärkt seit Ende 2021 als Redaktor den Newsdesk von 20 Minuten. Eine Vorliebe hat er für politische, wissenschaftliche und geschichtliche Themen.
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