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Tuesday, September 15, 2026

«No-Shows» verärgern Klubs – «Ausverkauft» heisst nicht immer volles Stadion

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Seit rund drei Jahren ist jedes Heimspiel von Fribourg-Gottéron ausverkauft. Trotzdem bleiben nach Auskunft von CEO John Gobbi oft 700 bis 1000 Plätze frei – immerhin bis zu fast einem Neuntel der 9100 Plätze in der BCF Arena.

Grund sind Saisonabo-Inhaber und -Inhaberinnen, die (aus mannigfaltigen Gründen) nicht zu allen Spielen erscheinen, sogenannte «No-Shows». Sie haben zwar jedes Recht dazu, dennoch verärgert dies jene Fans, die kein Ticket ergattern konnten.

Stimmung und Gastro-Umsatz leidet

Auch den Klubs gefällt dies nicht. «Es leidet die Stimmung, und auch die Ausfälle in der Gastronomie tun weh», sagt Peter Zahner, Geschäftsführer der ZSC Lions. Der Klub beziffert den entgangenen Gastronomie-Umsatz durch «No-Shows» auf über eine Million Franken pro Saison.

Zahner verweist zudem auf die Warteliste für Saisonabos. «Diesen Fans müssen wir mitteilen, dass sie keine Saisonkarte erwerben können.» In Freiburg ist diese Warteliste inzwischen auf 3000 Namen gestiegen.

Verlängerung nur bei Mindest-Besuchszahl

Deshalb greift der amtierende Meister nun durch: Die Saisonkarte verlängern kann künftig nur, wer mindestens 18 der 26 Heimspiele (70 %) besucht. «Wir hoffen, dass so das Stadion wirklich bei jedem Spiel voll wird», begründet Gobbi die Regelung.

Doch ist eine solche Klausel überhaupt erlaubt? Ja, sagt der unter anderem auf Sportrecht spezialisierte Anwalt Emile Merkt: «Ein Klub kann selber festlegen, unter welchen Bedingungen er ein Saisonabo verlängert.» Niemandem werde eine bereits bezahlte Leistung entzogen, geregelt werde einzig ein künftiges Vorzugsrecht.

Tipp: Platz weitergeben

Ein Freiburger Saisonkarten-Besitzer, der für ein bestimmtes Spiel verhindert ist, kann die «Anwesenheitspflicht» aber auch erfüllen, indem er mit wenigen Klicks seinen Platz weitergibt oder -verkauft. Er macht damit einen Fan glücklich, der sonst keinen Einlass erhalten hätte – und sorgt gleichzeitig für mehr Stimmung und Umsatz im Stadion.

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