Bahn-Sabotage legt Teile des niederländischen Zugnetzes lahm
Durch Sabotage an den Gleisanlagen ist der Zugverkehr in weiten Teilen der zentralen und nördlichen Niederlande unterbrochen worden. Unbekannte postierten auf verschiedenen Streckenabschnitten Rohre auf den Schienen, wie der Netzbetreiber Prorail mitteilte. Dies habe zu erheblichen Störungen im morgendlichen Berufsverkehr geführt.
Rund um den Bahnknotenpunkt Zwolle in der Provinz Overijssel, aber auch zwischen Utrecht und Gouda sowie zwischen Apeldoorn und Deventer fuhren zeitweilig keine Züge mehr. Auch mehrere Bahnübergänge blieben geschlossen.
Vielfache Manipulationen
Der oder die Täter hätten die Rohre "vorsätzlich abgelegt", sagte eine Prorail-Sprecherin der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. An rund 20 verschiedenen Stellen wurde eine derartige Manipulation entdeckt.

Dadurch erhielt das Computersystem der Bahn automatisch das Signal, dass die Gleise nicht frei und somit nicht befahrbar seien. Zu möglichen Motiven für die Tat gibt es noch keine Erkenntnisse. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.
Insgesamt seien die Probleme beherrschbar, so die Sprecherin weiter. An den betroffenen Bahnhöfen sei es "etwas voller als sonst". Mitarbeiter des Schienennetzbetreibers hätten mit Räumarbeiten begonnen. Die Freigabe der Strecken habe "oberste Priorität".
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