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Monday, September 21, 2026

"Daran hat es nicht gelegen": Magdeburg-Trainer reagiert bemerkenswert auf Fast-Desaster

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Der SC Magdeburg kassiert eine seiner seltenen Niederlagen in der Handball-Bundesliga. Bei der MT Melsungen droht lange ein Desaster. Trainer Bennet Wiegert wählt nach dem Spiel starke Worte.

Die Profis des SC Magdeburg sind die wohl beste Klub-Mannschaft der Handballwelt. Trainer Bennet Wiegert formte seine Truppe zu einem nahezu unschlagbaren Ensemble, Meisterschaften, Champions-League-Triumphe: Die Dominanz des SCM ist gewaltig. Umso bemerkenswerter ist es, wenn das so erfolgreich hochgerüstete System mal kollabiert. So geschehen beim Gastspiel der Magdeburger bei der MT Melsungen: Beim 34:37 droht lange ein Desaster, am Ende gelingt mit viel Moral noch Schadensbegrenzung. Trotzdem steht am 5. Spieltag die erste Niederlage der Saison. Wiegert reagiert bemerkenswert.

"Das ganze Ding geht komplett auf mich und auf keinen anderen", sagte der Ex-Profi nach dem Spiel bei Dyn. Seine so perfekt geölte Maschine, angetrieben von purer Weltklasse vor allem im Rückraum, hatte sich zuvor so fehlerhaft wie beinahe nie präsentiert.

"Wir haben 15 technische Regelfehler, 15 Ballverluste und die MT nur fünf. 15 - das ist zu viel. Dadurch bekommen wir leichte Gegentore und kommen gar nicht richtig in die Verteidigung. Das kostet uns wahrscheinlich das Spiel." Zwischenzeitlich liegt der Meister mit neun Toren zurück, am Ende kämpft man sich mit einem 6:0-Lauf immerhin noch auf drei Tore ran.

"Daran lag es nicht"

Besonders Spielmacher Felix Claar, mit elf Treffern bester Werfer des Spiels, hat über die Spieldistanz immer wieder Probleme mit der Linie der Schiedsrichterinnen Tanja Kuttler und Maike Merz. Der Schwede produziert mehrere Stürmerfouls. Auch Wiegert ist aufgebracht: Nach einem Pfiff in der 38. Minute tobt der Trainer an der Seitenlinie so ausgiebig, dass er sich eine Zwei-Minuten-Strafe für sein Team einhandelt - und seinem eh schon fahrigen Team damit auch noch eine Unterzahl beschert.

Nach dem Spiel hatte sich der zuvor wütende Wiegert schnell beruhigt und fand zu seiner gewohnten Fairness zurück: "Daran hat es ganz sicher nicht gelegen. Die beiden Schiedsrichterinnen haben ihren Job gemacht." Stattdessen zog der Ex-Profi ein ehrliches Fazit für einen weitestgehend verkorksten Abend: "Die MT war uns heute in vielen Bereichen überlegen. Wir haben schon gefightet, auch bis zum Schluss. Aber die MT hat das mehr gezeigt."

Durch die Niederlage fiel der zuvor verlustpunktfreie Champions-League-Sieger hinter die SG Flensburg-Handewitt, den THW Kiel (je 10:0 Punkte) und wegen des schlechteren Torverhältnisses auch hinter punktgleichen Füchse Berlin zurück. Melsungen folgt mit sieben Punkten einen Platz dahinter.

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