InquirerPalace confident Marcos to sign 2027 budget before year-endThe Jerusalem PostIAF soldiers reveal air force's initial response to flydubai attempted hijackingRTP DesportoVictor Froholdt, Gianluca Prestianni e Rodrigo Mora finalistas do prémio Golden BoyESPN🏈 CFB Power Rankings: Miami moves up, Missouri, Pitt make listESPN Deportes¿Qué le pasó a Lamar Jackson y cuándo volverá?ZDF heuteAktuelle Pressemitteilungen des ZDF20 Minuten«Wässere meinen Rasen weiterhin» – «Busse an Lohn koppeln»BillboardBillboard’s Music Industry Events CalendarRMF24Maciej Berek czeka na ruch prezydenta. Czy rząd ma plan B?CBS SportsKarl-Anthony Towns says extension negotiations with Knicks 'don't look good' as two sides remain apart on dealSportstarIndian sports wrap, October 5: Himachal CM announces Rs 1 CR each for state’s Asiad gold medal winnersScreen RantThe Batman 2 Filming Paused
The Daily Newsstand · Free, Always
Monday, October 5, 2026

CO₂-Flottengrenzwerte: Europas Autobauer kommen gut mit den Klimavorgaben klar

Translate

Mehr E-Autos, mehr erschwingliche Modelle: Die CO₂-Grenzen für Autobauer zeigen Wirkung. Dennoch steht das baldige Verbrenner-Aus zur Debatte.

Nanja Boenisch

Die europäischen Klimavorgaben für die Autoindustrie sorgen dafür, dass mehr E-Autos als je zuvor auf dem EU-Markt verfügbar sind – und verkauft werden. Das schreibt der Klima- und Verkehrsverband Transport & Environment (T&E) in einem Bericht, der am Montag veröffentlicht wurde. Schon im ersten Halbjahr dieses Jahres hätten die Verkaufszahlen von Elektroautos Rekordwerte erreicht, heißt es darin. Hochgerechnet auf das ganze Jahr geht T&E davon aus, dass 2026 siebenmal so viele Stromer mit einem Einstiegspreis von weniger als 25.000 Euro verkauft werden als 2024.

Europäische Au­to­fah­re­r:in­nen hätte lange auf kleinere, erschwingliche E-Autos warten müssen, sagt Susanne Goetz, Referentin für Elektromobilität bei T&E Deutschland. Inzwischen aber seien doppelt so viele Neufahrzeuge für unter 25.000 Euro erhältlich wie noch zwischen 2021 und 2025.

„Die Ölkrise hat das Interesse europäischer Verbraucher an bezahlbaren E-Autos zusätzlich angeheizt“, sagt Goetz. Wer gleich im Februar, als die Regierungen Israels und der USA Krieg gegen das iranische Regime vom Zaun brachen und eine globale Energiekrise lostraten, von einem Verbrenner auf einen batterieelektrischen Pkw umgestiegen wäre, hätte laut dem Bericht bis Mitte September rund 350 Euro gespart.

Angesichts der hohen E-Auto-Verkaufszahlen rechnet T&E damit, dass alle europäischen Autohersteller die sogenannten CO₂-Flottengrenzwerte für 2025 bis 2027 erfüllen werden. Gleichzeitig hätten eben gerade die CO₂-Grenzwerte, die 2025 verschärft wurden, überhaupt erst den entscheidenden Anreiz für die Autobauer gesetzt, günstigere Modelle anzubieten. Und sie gäben den Herstellern die Chance, im internationalen Wettbewerb um Elektroautos mitzumischen.

EU berät noch im Herbst über neue Klimaregeln

Susanne Goetz warnt deshalb davor, die Klimaregeln für die Autoindustrie aufzuweichen, wie es auf EU-Ebene immer wieder diskutiert wird. „Würde das Ziel für 2030 jetzt abgeschwächt, könnte das Angebot erschwinglicher Modelle um fast drei Viertel einbrechen“, fürchtet die T&E-Expertin.

Wir würden Ihnen hier gerne einen externen Inhalt zeigen. Sie entscheiden, ob Sie dieses Element auch sehen wollen:

Externen Inhalt erlauben

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Fixe CO₂-Flottengrenzwerte sind in der EU-Gesetzgebung seit 2015 festgeschrieben und geben vor, wie viel Kohlendioxid die Neuwagenflotte eines jeden Herstellers im Durchschnitt pro gefahrenem Kilometer höchstens ausstoßen darf. Das Ziel: CO₂-Emissionen im Straßenverkehr senken und die Klimakrise bremsen. Von 2021 bis 2024 galt für die Autobauer ein Zielwert von 95 Gramm CO₂ pro gefahrenem Kilometer, seit 2025 liegt er bei 93,6 Gramm.

Ursprünglich sollten Hersteller, die diese Grenzwerte Ende 2025 nicht erreicht hätten, eine Strafe zahlen. Allerdings lockerten EU-Kommission und -Parlament vor etwa anderthalb Jahren die Regeln für die Strafzahlungen – unter anderem auf Druck großer deutscher Konzerne wie Mercedes-Benz und des Verbands der deutschen Autoindustrie sowie konservativer Kräfte aus der Bundesregierung. Die Autobauer haben nun bis 2027 Zeit, ihre Flotten nach den Grenzwerten aus dem vergangenen Jahr auszurichten.

Der Angriff auf die Klimaziele für die Autoindustrie ging jedoch noch weiter: Ende 2025 schlug die EU-Kommission vor, das Verkaufsverbot für neue Verbrenner ab 2035 aufzuweichen. Eine anstehende Abstimmung darüber hat der EU-Verkehrsausschuss vor wenigen Tagen aufgeschoben, die Abstimmung im EU-Plenum steht für November auf dem Plan.

Würde das Ziel für 2030 jetzt abgeschwächt, könnte das Angebot erschwinglicher Modelle um fast drei Viertel einbrechen

Susanne Goetz, T&E

Rekordzulassungen bei E-Autos in Deutschland

Derweil war der Anteil der E-Autos an den neuzugelassenen Pkw im September auch in Deutschland mit 34,5 Prozent so hoch wie nie zuvor – das vermeldete die Beratungsgesellschaft EY am Montag auf Basis von Zulassungsdaten des Kraftfahrtbundesamtes. Dennoch ist die Stimmung in der deutschen Autoindustrie extrem angespannt. Katharina Dröge, Vize-Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, forderte deshalb, das Verbrenner-Aus umso mehr zu verteidigen, die hiesigen Hersteller vor den Dumpingpreisen chinesischer Konkurrenz zu schützen und die Kaufprämie für E-Autos auf Gebrauchtwagen auszuweiten, um noch mehr Menschen mit geringem Einkommen den Abschied vom Verbrenner zu ermöglichen.

View the original on taz →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.