Zürcher Regierungsrat will weitermachen: Mario Fehr lässt die Katze aus dem Sack
Bleibt er, oder geht er? Mit Mario Fehr gibt am Freitag einer der schillerndsten Politiker im Land seine politische Zukunft bekannt. Der Zürcher Sicherheitsdirektor ist schon seit 15 Jahren im Amt.
Publiziert: vor 16 Minuten
Darum gehts
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- Mario Fehr gibt heute in Zürich Entscheidung über politische Zukunft bekannt
- Seit 2021 parteilos, muss Fehr keine Nominierungsprozesse durchlaufen
- Fehr führt Sicherheitsdirektion seit 15 Jahren und ist bei Wählern beliebt
Daniel BallmerRedaktor Politik
Lange liess er alle zappeln. Jetzt verläuft alles plötzlich sehr kurzfristig. Erst am Donnerstagabend nach 20 Uhr liess Mario Fehr (68) eine Einladung an die Medien verschicken. Schon am Freitag um 10 Uhr will der Zürcher Sicherheitsdirektor über seine politische Zukunft orientieren.
Damit wird Fehr eine Frage beantworten, die im bevölkerungsreichsten Kanton viele umtreibt: Tritt der Parteilose bei den Regierungswahlen im April 2027 nochmals an – oder nicht? Als Ort für seine Ankündigung hat er sich ausgerechnet die Ahnengalerie im Walcheturm ausgesucht, wo die Porträts der ehemaligen Regierungspräsidentinnen und -präsidenten hängen.
Bereits vier Bisherige nehmen den Hut
Die Ausgangslage vor den Zürcher Wahlen könnte spannender kaum sein. Von den sieben Bisherigen treten vier nicht mehr an. Ein Umbruch. Würde nun auch noch Fehr den Hut nehmen, ginge noch mehr Erfahrung verloren. Zu viel, könnte er sich denken. Zudem scheint sich Fehr nach wie vor pudelwohl zu fühlen in seiner Sicherheitsdirektion, die er schon seit 15 Jahren führt.
Mit der Ankündigung von Fehr lässt sich nun auch der letzte Bisherige in die Karten blicken. Lange hat er alle im Ungewissen gelassen. Er ist keiner Partei Rechenschaft schuldig. Seit seinem Austritt aus der SP 2021 ist er parteilos. Da muss er keinen Nominationsprozess durchlaufen. Fehr entscheidet ganz allein.
Um seine Wiederwahl muss sich Fehr jedenfalls nicht sorgen. Er ist sehr beliebt beim Wahlvolk, belegte bei den Regierungswahlen regelmässig den ersten Platz. Gegen eine erneute Kandidatur könnte höchstens sein Alter sprechen. Fehr wurde eben 68 Jahre alt. Da dürfte man auch mal kürzertreten. Ob er Lust darauf hat, weiss bis jetzt nur Fehr selbst. Noch.
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