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Tuesday, October 20, 2026

Gnabrys große Chance: "Ich brauche die Minuten"

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Nach seiner schweren Verletzung kämpft sich Serge Gnabry zurück - und könnte ausgerechnet gegen den Ex-Verein eine zentrale Rolle einnehmen.

Augen auf fürs Duell mit dem Ex-Verein: Serge Gnabry beim Abschlusstraining des FC Bayern.

Augen auf fürs Duell mit dem Ex-Verein: Serge Gnabry beim Abschlusstraining des FC Bayern. picture alliance / PA Images

Verdächtig ist die Besetzung schon, der Historie nach auf jeden Fall. Es gibt im Fußballbusiness zumindest mal das ungeschriebene Gesetz, dass der Spieler, der auf einer Spieltags-Pressekonferenz auftaucht, am nächsten Tag auch in der Startelf stehen wird. Warum sollte dieser Spieler sonst vorher über das Spiel sprechen, wenn er dann nur als potenzieller Einwechselspieler beteiligt wäre?

Gute Nachrichten also für Serge Gnabry, der am Dienstag vor dem Champions-League-Kracher gegen den FC Arsenal auf der Pressekonferenz des FC Bayern Platz nahm. Jetzt könnte man natürlich noch behaupten, dass Gnabry als ehemaliger Arsenal-Profi und ausgewiesener Nordlondon-Experte fast schon ein natürlicher Kandidat für eine Medienrunde wäre, realistisch erscheint sein Platz in der Anfangsformation am Mittwoch dennoch.

Weil Michael Olise Gelb-Rot-gesperrt fehlen wird, ist mindestens mal ein Platz in der bayerischen Offensive frei geworden. An Harry Kane und dem wiedererstarkten Luis Diaz führt kein Weg vorbei, bleiben aber noch die Fragen nach einem Zehner und einem Rechtsaußen.

Spiele gegen Arsenal sind immer was Besonderes.

Gnabry über das Duell mit seinem Ex-Verein

Behält Ismael Saibari seinen Platz im Zentrum? Und wenn nicht, rückt dann Gnabry auf die Zehn? Und Lennart Karl auf die rechte Seite? "Wie es morgen ausschauen wird, weiß ich wirklich noch nicht", versicherte Gnabry am Dienstag, und selbst wenn er es gewusst hätte, hätte er ja sowieso nichts ausplaudern dürfen.

Ein Jahr ist ungefähr vergangen, da brachte sich Gnabry unter Trainer Vincent Kompany in eine derart fantastische Verfassung, dass die Rufe nach dem damals (und heute) verletzten Jamal Musiala gar nicht so laut ausfielen. Gnabry brachte Intensität in das intensive Bayern-Spiel, er brachte Torgefahr und Technik und war wie gemacht für die Rolle des Zehners, der mal das Spiel aufbaute und mal als erster Verteidiger im Gegenpressing agierte. Der einfach überall zu finden war und überall aushalf.

Gnabry überragte zum Beispiel beim 2:1-Sieg der Bayern in Paris im November, er überragte beim 6:1 im Achtelfinale bei Atalanta, er spielte auch beim Viertelfinale gegen Real Madrid eine wichtige Rolle. Und zog sich dann, ausgerechnet vor der ganz entscheidenden Phase, einen Adduktorenausriss am rechten Oberschenkel zu. Und verpasste die Weltmeisterschaft.

Empfiehlt sich Gnabry für den Platz hinter Kane?

Der Eingliederungsprozess ist nach wie vor voll im Gange, Gnabry wartet Ende Oktober noch auf sein erstes Tor oder seine erste Torbeteiligung. Wo er gerade steht? "Immer schwierig zu beantworten", findet Gnabry. "Minuten sind Minuten", sagt er und hofft natürlich auf weitere gegen den Verein, zu dem er als 16-Jähriger ging und den er mit 21 wieder verließ, um in Bremen, Hoffenheim und spätestens München voll durchzustarten. "Spiele gegen Arsenal sind immer was Besonderes", versichert Gnabry.

Ausgerechnet gegen Arsenal winkt ihm jetzt die große Chance, endlich wieder den Flow der Vorsaison zu finden; ein Statement abzugeben und den immer noch sehr offenen Platz hinter Kane wieder einzunehmen. "Ich brauche die Minuten, um in Form zu kommen", erklärt er und ergänzt ganz pflichtbewusst: "Hauptsache ist aber trotzdem, dass wir als Mannschaft gewinnen." Mit ihm auf dem Platz, rechts oder zentral oder vielleicht auch mal wieder überall. So wie vor einem Jahr.

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