«SRF 3 Showcase – Songcircle» – So klingt der Eagles-Hit «Hotel California» auf Schweizerdeutsch

Seit rund 15 Jahren veranstalten Mundart-Held Adrian Stern und Piano-Maestro Hendrix Ackle daheim in Baden ihren Songcircle. Ende Oktober verlegen sie ihn einmalig in die Live Stage des SRF in Zürich, laden Valeska Steiner von Boy sowie Nina Valotti zu sich in den Kreis und begeistern die rund 130 Gäste vor Ort sowie das Online- und Radio-Publikum mit ihren liebsten Liedern und ihren ganz persönlichen Geschichten dazu.
Hier sind die besten Momente des «SRF 3 Showcase – Songcircle».
«Hotel California» in der Kuhfladen-Version
«Kann Rockmusik gefährlich sein?» Das ist der Titel eines Buches «aus religiösen Kreisen», das in Adrian Sterns Schulzeit auf dem Pausenplatz zirkulierte und ihm die Gitarrenmusik – natürlich – näherbrachte, statt ihn davor abzuschrecken. Teil dieser Rockliebe sind die Eagles, deren weltberühmte Nummer «Hotel California» der Aargauer für diesen Abend auf Mundart übersetzt.
- Hendrix Ackle – Tell Me Something Good (Rufus & Chaka Khan)
- Nina Valotti – (un)endlich (Nina Valotti)
- Adrian Stern – Weisst du überhaupt noch wer ich bin? (Zartmann)
- Valeska Steiner – Drive Darling (Boy)
- Hendrix Ackle – Je t’aimais, je t’aime, je t’aimerai (Francis Cabrel)
- Nina Valotti – I schänke dr mis Härz (Züri West)
- Adrian Stern – Far Away (Adrian Stern)
- Valeska Steiner – The Facts About Jimmy (Shawn Colvin)
- Hendrix Ackle – Leave You (Jackie Evans)
- Nina Valotti – Via con me (Paolo Conte)
- Adrian Stern – Berghotel Helvetia (Eagles)
- Valeska Steiner – Call Me Maybe (Carly Rae Jepsen)
- «SRF 3 Showcase – Songcircle»-Ensemble – Dr eint het Angscht (Mani Matter)
Allerdings nicht wortwörtlich, sondern meist verschmitzt. So wird im «Berghotel Helvetia» aus dem Grasduft kurzerhand intensiver Kuhgeruch und «a lot of pretty, pretty boys» sind neu eine «Tschupplete hübschi Jungs».
«I schänke dr mis Härz» auf Züritüütsch
Wie Adrian Stern brauchte auch Nina Valotti im Laufe ihres Musikschaffens etwas Zeit und Mut, um von englischen Texten auf schweizerdeutsche umzusteigen. «Das kostete mich wahnsinnig viel Überwindung», so die «SRF 3 Best Talent»-Jahressiegerin; denn Mundart hatte nicht immer den Status, den sie heute in der Musik geniesst.
Eine Mundart-Band sei aber immer cool gewesen: Züri West. Darum gibt's von der Swiss-Music-Awards-Preisträgerin deren bekanntestes Stück «I schänke dr mis Härz» in einer leicht eingezürcherten Version.
«Call Me Maybe», aber lieber gar nicht
«Wenn dieser Song im Radio läuft, bin ich einfach glücklich», sagt Valeska Steiner vom schweizerisch-deutschen Erfolgsduo Boy über das Pop-Meisterwerk «Call Me Maybe» von Carly Rae Jepsen. Und das, obwohl sie zum Liedthema ein schwieriges Verhältnis hat. Für die Zürcherin gibt's nämlich «nichts Schlimmeres», als telefonieren zu müssen.
Am Freitag, 20. November, um etwa 22:00 Uhr wird das «SRF 3 Showcase – Songcircle» auch im Fernsehen auf SRF zwei gezeigt.
Einfach für den Fall, dass du zu bequem bist, hier im Artikel den Play-Button zu drücken und dir das Ding lieber vorm TV geben willst, wo es ganz ohne dein Zutun abgespielt wird.
Bei Nina Valotti ist das komplette Gegenteil der Fall: «Wir rufen einander immer an.» Sogar ihr Whatsapp-Status laute «besser alüüte». Steiner habe sich hingegen schon mal überlegt, «bitte nöd alüüte» als Status zu setzen. Am Showcase-Abend wird aus «bitte nöd» aber ausnahmsweise ein reduziertes, verschmustes, mehrstimmiges «maybe».
«Je t’aimais, je t’aime, je t’aimerai», trotz Unwissenheit
Egal, wie bewandert man auf einem bestimmten Gebiet ist, ein kleiner blinder oder in diesem Fall tauber Fleck bleibt dennoch. Beim Badener Tasten-Virtuosen Hendrix Ackle war es der französische Chansonnier Francis Cabrel, von dem er trotz Super-Berühmtheit im Nachbarland sehr lange nicht wirklich etwas mitbekommen hatte, wie er erzählt.
Ein Freund zeigte ihm die Musik vor einem Weilchen. Ackle verliebte sich Hals über Kopf und ist sich sicher, dass diese musikalischen Schmetterlinge nicht mehr so schnell verfliegen werden. Eben wie es der Songtitel «Je t’aimais, je t’aime, je t’aimerai» besagt.
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