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Wednesday, November 4, 2026

Midterms wecken Hoffnung auf Stabilität in den USA

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Trumps Republikaner verlieren laut Medienprognosen die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat. Was bedeuten die Wahlergebnisse für den US-Präsidenten? Die Analyse bei ZDFheute live.

04.11.2026 | 53:06 min

Die US-Wähler haben die Republikaner bei den Zwischenwahlen abgestraft, die Demokratische Partei wird nun die Kontrolle über den Kongress haben. In Deutschland fallen die Reaktionen aus Politik und Wirtschaft unterschiedlich aus.

Zuversicht und Freude über das Ergebnis

Bundesbildungsministerin Karin Prien wertet den Ausgang als Beleg für die Kraft der Demokratie. Auf X schreibt sie von einem "Morgen der Zuversicht". Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende nennt den Wahlausgang ein "kraftvolles Votum".

Karin Prien auf X

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Grünen-Co-Vorsitzende Franziska Brantner bezeichnete den Ausgang als "fantastischen Sieg der Demokraten". Bei der Wahl sei ein "Stoppschild gegen Trump und seine Milliardäre" gezeigt worden, sagte sie dem RBB24 Inforadio. Die Politik von US-Präsidenten Donald Trump werde aber erratisch bleiben. Deshalb könne man in der EU längst nicht aufatmen.

Im Gegenteil, wir müssen wirklich auf Europa und unsere eigene Stärke setzen.

Franziska Brantner, Bundesvorsitzende Bündnis90/Die Grünen

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius gratulierte den US-Demokraten zu einem "historischen Sieg". Die US-Regierung bleibe aber dieselbe, und Deutschland werde mit ihr weiterhin vertrauensvoll zusammenarbeiten, sagte der SPD-Politiker auf der Berliner Sicherheitskonferenz. Die deutsche Regierung werde den Kontakt zu Demokraten und Republikanern gleichermaßen suchen.

Kaum Korrekturen in der Außenpolitik erwartet

Aus Sicht des CDU-Außenexperten Peter Beyer sollten sich die Europäer nicht darauf einstellen, dass Trump seinen Kurs wechselt. "Kein Kurswechsel in Washington, aber eine veränderte politische Dynamik", sagte Beyer der "Rheinischen Post". Entscheidend bei den Wahlen sei der Geldbeutel gewesen:

Sein zentrales Versprechen, das Leben der Amerikaner bezahlbarer zu machen, ist gescheitert.

Peter Beyer, Bundestagsabgeordneter

Für die Republikaner sei das Ergebnis ein Weckruf. "Maga allein trägt keine Mehrheiten. Die Demokraten wiederum müssen beweisen, dass sie mehr können als Trump zu schlagen."

Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Metin Hakverdi, erwartet ebenfalls keine entscheidende Veränderung. "Im Kern bleibt es auch nach dem klaren Sieg der Demokraten bei den Midterms dabei: Die Außenpolitik wird vom Präsidenten bestimmt", sagte der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur Reuters.

Allerdings wächst der innenpolitische Druck auf Donald Trump. Die Demokraten haben nun eine ganze Reihe parlamentarischer Rechte in ihrem Instrumentenkasten.

Metin Hakverdi, Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung

Hakverdi plädierte dafür, dass sich Deutschland weniger danach ausrichten sollte: "Wir sollten uns auf unsere eigenen Herausforderungen konzentrieren und weiter konsequent an unserer Sicherheit und wirtschaftlichen Stärke arbeiten."

NANO vom 3. November: Hunderte Millionen Dollar fließen aus dem Silicon Valley in die US-Wahl. Und Musk steht wie kein anderer für den Einfluss der Tech-Branche. Wo liegen die Grenzen?

03.11.2026 | 28:21 min

Sorge vor neuer Eskalation im Iran-Krieg

Der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic geht nach dem "Erdrutschsieg" der Demokraten innenpolitisch von Veränderungen aus, außenpolitisch aber wahrscheinlich von "gar nichts", wie er im "Frühstart" von RTL und ntv sagte. "Die Amerikaner bleiben für uns enge Partner", machte er klar. Er riet, für die beiden verbleibenden Jahre der Präsidentschaft von Trump "engste Drähte" in die USA zu pflegen und Kontakte zu möglichen Nachfolgern aufzunehmen, um dann einen "Neustart" in den Beziehungen zu wagen.

Ahmetovic warnte zugleich vor neuen Angriffen auf Iran. "Mit Netanjahu und Trump, so angeschossen wie beide jetzt sind, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass wir in den nächsten Tagen und Wochen möglicherweise etwas erleben, das uns nicht hilft", sagte er. Er bezog sich dabei auch auf das Ergebnis der Wahlen in Israel, aus denen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ebenfalls geschwächt hervorgegangen war. Deutschland, Europa und die arabischen Staaten müssten nun auf Israel und die USA diplomatisch Einfluss nehmen, um zu verhindern, dass der Krieg wieder aufflammt.

Welche Ergebnisse in der Nacht der US-Zwischenwahlen am meisten überrascht haben und was die Wähler zu dem Umschwung bewegt hat. Elmar Theveßen, Leiter des ZDF-Studios in Washington, ordnet ein.

04.11.2026 | 6:31 min

Quelle: dpa, AFP, Reuters

Über das Thema berichtete das ZDF in verschiedenen Sendungen, unter anderem bei ZDFheute live am 04.11.2026 um 08:00 Uhr.

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