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Monday, November 2, 2026

Absturz bis 2034: NASA prüft jetzt doch die Anhebung des Hubble-Orbits

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Die NASA hat die Raumfahrtindustrie um Informationen gebeten, wie ein Wiedereintritt des Weltraumteleskops Hubble in die Atmosphäre und der Verlust des Geräts mit einer Mission bis spätestens 2032 verhindert werden könnten. Das hat die US-Weltraumagentur jetzt öffentlich gemacht, für Antworten bleibt demnach Zeit bis zum 30. November. Neben einer Anhebung des Orbits fragt die NASA auch nach Möglichkeiten zur Wartung und Aufrüstung sowie nach einem kontrollierten Wiedereintritt. Ohne solch eine Mission würde das Instrument 2033 bis 2034 abstürzen und teilweise verglühen, weil es seinen Orbit nicht selbstständig anheben kann. Deshalb wolle man jetzt ausloten, welche Möglichkeiten es gebe, das Weltraumteleskop bis dahin in eine höhere Umlaufbahn zu heben, „während wir eine Nachfolgemission entwickeln“. Im Sommer war solch ein Versuch für das Weltraumteleskop Swift gescheitert.

Hubble wurde 1990 mit dem Space Shuttle Discovery ins All gebracht. Gleich am Anfang wurde aber deutlich, dass der 2,4 Meter große Hauptspiegel des Instruments so fehlerhaft war, dass er keine viel bessere Bildqualität ermöglichte als bodengebundene Teleskope. 1993 folgte deswegen eine Reparaturaktion mit dem Space Shuttle Endeavour. Danach konnte dann die beispiellose Erfolgsgeschichte beginnen, in deren Verlauf das Weltraumteleskop mit seinen farbenfrohen Aufnahmen astronomischer Objekte das Bild prägen sollte, das inzwischen Generationen vom Weltall haben. Angefangen mit der ikonischen Aufnahme der sogenannten „Säulen der Schöpfung“, die das Weltraumteleskop James Webb ebenfalls abgelichtet hat.

Seit dem Ende des Space-Shuttle-Programms kann Hubble nicht mehr von Menschen besucht und gewartet werden, zuletzt hatte sich das hohe Alter des Instruments immer wieder gezeigt. 2024 haben die Verantwortlichen auch deshalb auf einen Betrieb mit nur noch einem Gyroskop gewechselt. Von den Geräten hat es eigentlich sechs an Bord, sie dienen der präzisen räumlichen Ausrichtung auf die Forschungsobjekte. Bis zu dem Wechsel waren nur noch drei davon funktionsfähig, eines davon hatte aber wiederholt für Probleme gesorgt. Deshalb wurde auf das fehlerhafte verzichtet, ein weiteres wird als Reserve vorgehalten. Die Änderung soll die Arbeit zuverlässiger machen, insgesamt soll Hubble dadurch etwa 12 Prozent weniger Forschungsobjekte ins Visier nehmen können.

Vor vier Jahren hat die NASA zusammen mit dem US-Raumfahrtunternehmen SpaceX und dem Milliardär Jared Isaacman, dem heutigen NASA-Chef, schon einmal prüfen lassen, ob das Weltraumteleskop in einen höheren Orbit gebracht werden könnte. Das hätte die Einsatzdauer um bis zu 20 Jahre verlängern sollen. Im Juni 2024 hat sich die US-Weltraumagentur aber dagegen entschieden, laut einem Medienbericht aus Sorge, dass es dabei zu Beschädigungen kommen könnte. Da es jetzt darum geht, einem Absturz zuvorzukommen, könnten diese Sorgen nun weniger ausschlaggebend sein. Wie schwierig solch ein Unterfangen aber wäre, haben die Vorgänge rund um das Weltraumteleskop Swift gezeigt. Bei dem ist ein vergleichbarer Versuch gescheitert, der Absturz ist jetzt unausweichlich.

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