Sotomo-Studie – Jede zweite Person in der Schweiz schiebt Träume auf

- Drei Viertel der Schweizer Bevölkerung haben nach eigener Einschätzung Glück im Leben, insbesondere ältere und wohlhabendere Personen.
- Nahezu jede zweite Person glaubt, persönliche Lebensträume zu lange aufgeschoben zu haben.
- Wer Veränderungen wagt, blickt im Rückblick häufiger positiv darauf zurück.
Die Sotomo-Studie – eine repräsentative Umfrage vom Juni 2026 des Forschungsinstituts Sotomo im Auftrag des Versicherers Helvetia – hat das Verhältnis von 1866 erwachsenen Personen in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz zu Zuversicht, Lebensmut, Risiko und persönlicher Selbstverwirklichung erhoben.
Glücksempfinden stark von Alter und Einkommen geprägt
Knapp drei Viertel der Menschen in der Schweiz haben nach eigener Einschätzung Glück im Leben. Besonders ausgeprägt ist dieses Gefühl bei Menschen über 65 Jahren (87 Prozent) und bei finanziell gut Situierten mit einem Äquivalenzeinkommen von über 6000 Franken (88 Prozent).
Liegt das Äquivalenzeinkommen unter 4000 Franken, sind es nur noch 58 Prozent, die angeben, meistens oder oft Glück im Leben zu haben. Nur eine sehr kleine Minderheit der Schweizer Bevölkerung (3 Prozent) nimmt das eigene Leben überwiegend als vom Pech geprägt wahr.
Lebensträume aufgeschoben – Hürden im Alltag
Das positive Lebensgefühl übersetze sich allerdings nicht immer in entschlossenes Handeln, heisst es in der Befragung. Nahezu jede zweite Person gibt an, persönliche Lebensträume zu lange aufgeschoben zu haben. Besonders verbreitet ist dieses Empfinden in den mittleren und jüngeren Altersgruppen.
Gleichzeitig erlauben sich 57 Prozent der Befragten, in ihrer aktuellen Lebensphase grosse Lebensträume zu haben. Auch hier zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Generationen: Bei den 18- bis 34-Jährigen sind es 68 Prozent, bei den Personen ab 65 Jahren noch 48 Prozent.
Die grössten Lebensträume liegen vor allem in den Bereichen Gesundheit und Fitness, Reisen und Erlebnisse sowie Finanzen und Eigentum. Dahinter folgen Partnerschaft und Familie sowie berufliche Träume. Nur eine kleine Minderheit gibt an, aktuell keinen grossen Lebenstraum zu haben.
Wer Veränderungen wagt, blickt positiv zurück
Doch wer Veränderungen wage, blicke später meist positiv darauf zurück, heisst es in der Medienmitteilung. Traue man sich etwas zu, würden die Lebensereignisse im Rückblick mehrheitlich positiv beurteilt – so zum Beispiel der Schritt in die Selbstständigkeit, ein beruflicher Neuanfang (beide 93 Prozent) oder sogar eine Trennung (69 Prozent).
69 Prozent der erwachsenen Bevölkerung würde sich jedoch im Alltag gerne mehr zutrauen. Bei den 18- bis 34-Jährigen sind es sogar 81 Prozent. Besonders viel Überwindung kosten dabei alltägliche Situationen wie «Nein» zu sagen, Konflikte offen anzusprechen oder andere um Hilfe zu bitten.
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