Gericht verurteilt Kassierin wegen dreistem Betrug

Plastiksäckli als Tarnung
Gericht verurteilt Kassierin wegen dreistem Betrug
Eine Kassierin soll in einem Dorfladen im Zürcher Unterland über Monate hinweg insgesamt 38'000 Franken gestohlen haben. Ihr Trick: Einkäufe stornieren, Geld einstecken und stattdessen Plastiksäckli für wenige Rappen verbuchen.
Publiziert: 11:41 Uhr
Aktualisiert: 11:56 Uhr
- Kassierin im Zürcher Unterland stahl durch Kassen-Tricks
- Gericht verurteilte sie zu 14 Monaten bedingt und fünfjährigem Landesverweis
- Rund 20'000 CHF muss sie ihrem Ex-Arbeitgeber zurückzahlen
Pauline BouillonRedaktorin News Desk
In einem Dorfladen im Zürcher Unterland soll eine 30-jährige Kassierin über Monate hinweg rund 38'000 Franken aus der Kasse abgezweigt haben. Ihr Trick: Sie strich Dutzende Einkäufe, steckte das Bargeld ein und verbuchte stattdessen nur ein Plastiksäckli für wenige Rappen.
Über tausend auffällige Kassenbons tauchten auf – und die Frau landete vor dem Bezirksgericht Dielsdorf, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.
Das Urteil
Die Frau bestritt die Vorwürfe. Das Gericht sah die Schuld bei den durch Videoaufnahmen nachgewiesenen Fällen jedoch als unbestreitbar an. Andere mutmassliche Manipulationen konnten ihr nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden – in diesen Punkten wurde sie freigesprochen. Rund 20'000 Franken muss sie ihrem ehemaligen Arbeitgeber zurückzahlen.
Das Bezirksgericht Dielsdorf verurteilte die Kosovarin wegen gewerbsmässigen Diebstahls und Urkundenfälschung zu 14 Monaten bedingt. Zusätzlich ordnete das Gericht einen fünfjährigen Landesverweis an. Die Frau hatte zuvor erklärt, dass dadurch ihre Ehe und ihre Familienpläne gefährdet würden. Gegen das Urteil kann sie Berufung einlegen. Der Fall im Dorfladen ist kein Einzelfall.
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Millionen-Franken-Domina
Elf Jahre lang bediente sich eine Kassenmitarbeiterin des Beyeler-Museums. Laut Staatsanwaltschaft zweigte sie satte 980'000 Franken ab. Ihr Trick: Sie soll Tickets mehrfach verkauft, Einnahmen nicht erfasst und Besuchern teilweise nur Quittungen ausgestellt haben. Aufgeflogen ist der Schwindel 2019 – wegen auffällig vieler Stornierungen. Das Museum entliess die 54-Jährige, das Strafgericht Basel verurteilte sie.
Laut «Basler Zeitung» legte die Frau Berufung ein. Ihre Begründung: Das Geld stammt von Einnahmen als Domina. Kunden hätten ihr zwischen 800 bis 2500 Franken pro Termin bezahlt – in bar. Das Appellationsgericht wies ihre Berufung jedoch ab – ihre Erklärung sei unglaubwürdig.
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Spielsucht ausser Kontrolle
Ein 42-jähriger Schweizer soll seine Spielsucht mit Geld aus den Kassen seiner Arbeitgeber finanziert haben. Als Geschäftsführer eines Lebensmittelgeschäfts im Kanton Schwyz und später eines Hotels im Kanton Glarus soll er insgesamt rund 170'000 Franken abgezweigt haben.
Er wurde kreativ: Er fälschte Buchungsbelege und stornierte Einkäufe von Kunden. Auch aus dem Trinkgeldkässeli seiner Mitarbeiter soll er 3000 Franken genommen haben. Das Urteil: 18 Monate bedingt, wie der «Bote der Urschweiz» berichtete. Ausserdem muss der Mann den Schaden begleichen und seine Spielsuchttherapie fortführen.
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Vom Vorzeige-Polizisten zum Beschuldigten
Tiefer Fall: Der ehemalige ranghohe Zürcher Kantonspolizist Mirko N.* brach in ein Haus ein, in dem kurz zuvor ein Mord passierte. Dort soll er zwei Portemonnaies mit mindestens 1400 Franken gestohlen haben.
Der 60-Jährige bestreitet die Version so: Er habe mutmassliche Einbrecher verfolgt und dabei ein Portemonnaie erhalten – aus Angst vor Konsequenzen habe er den Vorfall später vertuscht. In seinem Büro wurden zudem über 3000 Franken gefunden.
Seine Karriere ist damit vorbei: Die Kantonspolizei Zürich entliess ihn fristlos. Vor Gericht sagte er lediglich: «Ich habe einen Seich gemacht.»
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