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Tuesday, September 22, 2026

Neue Umfrage schlägt Alarm: Krankenkassenprämien zwingen 7 von 10 Haushalten zum Sparen

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Neue Umfrage schlägt Alarm

Krankenkassenprämien zwingen 7 von 10 Haushalten zum Sparen

Die nächste Prämienrunde steht vor der Tür – und bringt wohl keine guten Nachrichten. Bereits heute ächzen viele unter den hohen Kassenprämien, wie eine neue Umfrage zeigt. Gespart wird dabei nicht nur bei Ausgang und Ferien, sondern sogar bei Vorsorge und Gesundheit.

Publiziert: vor 23 Minuten

Aktualisiert: vor 16 Minuten

Darum gehts

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  • 85 Prozent der Befragten empfinden ihre Krankenkassenprämien als Belastung für das Haushaltsbudget, zeigt neue Umfrage von Marketagent Schweiz
  • 7 von 10 schränken sich wegen der hohen Prämien im Alltag ein
  • 38 Prozent würden bei einem spürbaren Prämienanstieg die Kasse wechseln
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Die Schweiz bibbert: In den nächsten Tagen tritt SP-Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider (62) wieder vor die Medien und gibt die durchschnittlichen Krankenkassenprämien für das kommende Jahr bekannt. Bereits dieses Jahr stiegen die Prämien im Schnitt um 4,4 Prozent. Nun droht der nächste happige Aufschlag: Das Vergleichsportal bonus.ch rechnet mit einem Plus von 4,5 bis 5 Prozent.

Das geht nicht spurlos an Schweizer Haushalten vorbei, wie eine repräsentative Befragung des Marktforschungsinstituts Marketagent Schweiz zeigt. Die Hauptaussagen: 85 Prozent empfinden ihre Prämien bereits heute als Belastung für das verfügbare Haushaltsbudget. Für die Hälfte davon ist es gar eine schwere Belastung.

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Entsprechend verunsichert und unzufrieden ist man in der Bevölkerung: 82 Prozent bereitet die Entwicklung der Prämien laut der Umfrage Sorgen. Und fast zwei Drittel halten ihre aktuelle Prämie für nicht angemessen. An der Erhebung nahmen 1000 Personen zwischen 14 und 75 Jahren teil.

Hohe Prämien zwingen zum Verzicht

Der steigende Kostendruck ist längst im Alltag angekommen: So geben 69 Prozent der Befragten an, sich wegen ihrer Krankenkassenprämien in anderen Lebensbereichen einzuschränken. Ein Viertel spricht sogar von deutlichen Einschränkungen.

Am häufigsten wird beim Vergnügen gespart: Von denjenigen, die sich einschränken, spart mehr als die Hälfte bei Restaurantbesuchen und Ausgang. Oder kürzt ihr Budget für Ferien und Reisen. Doch die finanziellen Einschränkungen gehen über die Freizeit hinaus. Ein gutes Viertel spart bei der privaten Vorsorge oder bei selbst beeinflussbaren Gesundheitsausgaben – etwa bei Therapien.

Vertrauen ja – Fairness und Transparenz nein

Ganz abgeschrieben haben Herr und Frau Schweizer ihr Krankenversicherungssystem trotzdem nicht: Je 66 Prozent bezeichnen es als vertrauenswürdig und beständig. Genauso viele finden es allerdings kompliziert. Bei zwei Punkten bröckelt die Zustimmung: Nicht einmal jeder Zweite hält das System für transparent (49 Prozent) oder fair (48 Prozent).

Eine weitere Prämienerhöhung könnte deshalb «Bewegung in den Markt bringen», schreibt Marketagent. So würden 38 Prozent bei einem erneuten spürbaren Aufschlag einen Kassenwechsel in Betracht ziehen. Und der kann sich lohnen, wie der jüngste Wechselreport des Versicherungsriesen Axa zeigt: 54'000 Versicherte, die im vergangenen Herbst den Axa-Wechselservice nutzten, sparen 2026 zusammen rund 23 Millionen Franken. Im Schnitt bleiben ihnen dadurch 430 Franken mehr pro Person und Jahr im Portemonnaie.

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