«Er fährt die Strecke regelmässig»: Frau des Buschauffeurs spricht

- Ein Busunglück zwischen Zernez und Susch im Kanton Graubünden forderte fünf Tote und 40 Verletzte.
- 20 Minuten sprach mit der Frau des Buschauffeurs, beide stammen aus den Niederlanden.
- Sie sagt, ihr Mann sei die Strecke regelmässig gefahren und habe sie deshalb eigentlich gut gekannt.
- Die genaue Unfallursache wird weiterhin untersucht.
Bei einem schweren Busunglück zwischen Zernez und Susch sind am späten Donnerstagnachmittag fünf Menschen ums Leben gekommen. Weitere 40 Personen wurden verletzt, wie die Kantonspolizei Graubünden am Freitagvormittag bekannt gab.
Am Unfallort treffen die 20-Minuten-Reporter auf die Frau des Chauffeurs, der den Reisecar zum Unfallzeitpunkt gelenkt hatte. Der Fahrer überlebte den Unfall offenbar ohne schwere Verletzungen. Nach Angaben seiner Frau ist er ansprechbar, aber vom Geschehen schwer mitgenommen.
Carreisende waren auf Alpen-Ausflug
Ihr Mann fahre regelmässig im Engadin und habe die Strecke deshalb gut gekannt. Das niederländische Unternehmen organisiere immer wieder Reisen in die Alpen, erzählt sie. Der Reisecar sei mit der Reisegruppe in Österreich stationiert gewesen. Am Donnerstag hätten die Gäste einen Tagesausflug unternommen und seien unter anderem mit dem Bernina Express gefahren.
Der Chauffeur und seine Frau stammen aus den Niederlanden, ebenso die Reisenden. Diese seien aus verschiedenen Teilen des Landes gekommen. Am Unfallort war auch eine Person der niederländischen Vertretung anwesend. Bei der Begegnung mit der Frau des Chauffeurs umarmten sich die beiden. Die Betroffenheit war ihnen deutlich anzusehen.
Auch der Bündner Staatsanwalt Karel Kohlik zeigt sich im Gespräch mit 20 Minuten vor Ort tief betroffen. Die Bergung sei sehr schwierig gewesen. Die tief hängenden Wolken hätten die Rettungsarbeiten zusätzlich erschwert. Kohlik spricht den beteiligten Einsatzkräften seine Hochachtung für ihre Arbeit unter den schwierigen Bedingungen aus.
Die genaue Ursache des Unfalls wird weiterhin untersucht.
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Hier findest du Hilfe:
Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen
Jeremias Büchel (jeb) arbeitet seit 2015 im Ressort Ostschweiz in St. Gallen und ist seit 2026 als Korrespondent tätig.
Thomas Sennhauser (ths), arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er begann als Videojournalist und wechselte nach zwei Jahren ins Ressort News wo er über gesellschaftliche Themen und Analysen zu Geschehnissen im Ausland schreibt.
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