Fuchs besucht mehrmals Fussballspiel – Wildhüter erlegt ihn

Darum gehts
- In Saint-Ursanne wurde ein Fuchs erschossen, der regelmässig auf dem Spielfeld des FC Clos du Doubs auftauchte.
- Der tierische Fussballfan wurde auf Social Media gefeiert.
- Ein Vorstandsmitglied meldete das Tier dem Wildhüter, der es daraufhin tötete.
Das Tier war wohl ein Fussballfan. In Saint-Ursanne tauchte ein Fuchs immer wieder auf dem Spielfeld des FC Clos du Doubs auf. Manchmal sogar während eines Spiels.
Bei so einem Besuch wurde der Fuchs gefilmt. Auf Social Media ging die Szene dann viral. Die Nutzer freuten sich über die Anwesenheit des Tieres. Der Fuchs wurde zum inoffiziellen Maskottchen des Clubs, wie «24 Heures» schreibt. Doch nun wurde er geschossen.
Hätte es eine Umsiedlung auch getan?
Nicht alle freuten sich über den vierbeinigen Fussballfan. Ein Vorstandsmitglied des Clubs war besorgt über die Gefahr, die vom Fuchs ausgehen könnte, insbesondere für die Junioren, und meldete ihn dem Wildhüter, wie «24 Heures» weiter berichtet. Dieser tötete das Tier schliesslich.
Raoul Jaeggi ist ein ehemaliger Abgeordneter aus dem Jura. Er freute sich über den Fuchs und ist Urheber eines der Videos, die im Netz viral gingen. Mit der Entscheidung zum Abschuss ist er überhaupt nicht einverstanden. Nun erstattete er Anzeige.
Er findet, der Fuchs habe keine Aggressivität an den Tag gelegt. Er habe lediglich einem Ball hinterhergejagt und sei dann weggelaufen, als sich ein Spieler näherte, so Jaeggi. Er ist der Ansicht, dass eine Umsiedlung des Tieres möglich gewesen wäre. Mit der Anzeige will er klären, ob die Entscheidung, den Fuchs zu töten, strafbar sei.
Der Platzwart des Vereins verteidigt den Abschuss jedoch. Er erklärt gegenüber «24 Heures», dass der Fuchs den Menschen immer näher gekommen sei und sogar Material zerstört habe.
Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
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