VW meldet Milliardenverlust im dritten Quartal

- Volkswagen hat im dritten Quartal einen Verlust nach Steuern von 5,82 Milliarden Euro gemacht.
- Hauptgrund sind Sondereffekte von 7,8 Milliarden Euro, darunter eine Porsche-Abschreibung von rund 6,4 Milliarden.
- In China brach der Absatz um 38,5 Prozent auf knapp 406'000 Fahrzeuge ein.
Eine milliardenschwere Porsche-Abschreibung, schwache Geschäfte in China und Kosten für den Konzernumbau haben Volkswagen im dritten Quartal tief in die roten Zahlen gedrückt. Das Konzernergebnis nach Steuern lag in den Monaten Juli bis September bei rund minus 5,82 Milliarden Euro, wie der Autohersteller mitteilte. Im Vorjahresquartal hatte VW ebenfalls einen Fehlbetrag gemeldet, damals waren es gut 1,07 Milliarden Euro.
Wesentlicher Grund für das Minus waren Sondereffekte von 7,8 Milliarden Euro. Ausserdem belasteten den Angaben nach das schwache Marktumfeld in China, der weltweit zunehmende Preis- und Wettbewerbsdruck sowie der gestiegene Anteil von margenschwächeren E-Autos an den Verkäufen. Der Umsatz des Konzerns sank im dritten Quartal um 6,3 Prozent auf rund 75,28 Milliarden Euro.
Porsche-Abschreibung belastet Gewinn
Besonders stark schlägt eine Abschreibung auf den Firmenwert der Sport- und Geländewagentochter Porsche zu Buche. Sie beläuft sich den Angaben zufolge auf rund 6,4 Milliarden Euro. Die Wertberichtigung ist nicht zahlungswirksam, belastet aber den operativen Gewinn von VW deutlich. Hintergrund sind niedrigere Erwartungen an die künftige Entwicklung der Stuttgarter.
Bereits ein Jahr zuvor war die Lage bei Porsche einer der Hauptgründe für den Quartalsverlust. Die Luxusmarke, einst eine Gewinnperle des Konzerns, steckt schon länger in der Krise. Belastend wirkten insbesondere der Einbruch beim China-Geschäft, die US-Zollpolitik und Kurskorrekturen bei der Elektro-Strategie. Zuletzt hatten sich die Geschäftszahlen von Porsche stabilisiert.
In China unter Druck
Bei den Verkäufen musste der Konzern zuletzt weiter Federn lassen: Von Juli bis September lieferte VW 1,89 Millionen Fahrzeuge aus – und damit fast 14,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Insbesondere im wichtigen Markt China steht VW erheblich unter Druck.
Dort verkauften die Wolfsburger im dritten Quartal knapp 406'000 Fahrzeuge (minus 38,5 Prozent). Bis Ende September übergaben die Marken des Konzerns gut 6 Millionen Fahrzeuge an ihre Kunden. Das waren 9,0 Prozent oder rund 600'000 weniger als im Vorjahreszeitraum.
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Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.
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