Nati-Stimmen nach SCO vs. SUI – Kunstschütze Rodriguez: «Einfach super geschossen, oder?»

3 Tage nach dem souveränen 3:0-Startsieg in die Liga B der Nations League in Nordmazedonien feierte die Nati einen weiteren abgeklärten 3:0-Erfolg in Glasgow. Gegen Schottland spielte den Schweizern auch ein früher Platzverweis gegen Jack Hendry (11.) in die Karten.
Das Foul nutzte Ricardo Rodriguez, um die Schweiz mit einem direkten Freistoss in Führung zu bringen. «Einfach super geschossen, oder?», meinte der routinierte Linksverteidiger nach dem Spiel lächelnd. «Wir wissen, dass er das kann. Das ist etwas, das er nicht so schnell verlernt», ergänzte Captain Manuel Akanji, der den Freistoss-Kracher zusätzlich hervorhob: «Es war ein wichtiges Tor direkt nach der roten Karte. Das hat etwas Druck herausgenommen.»
Amdouni macht Eigenwerbung
Für Rodriguez war es das 10. Länderspieltor, das erste in einem Pflichtspiel seit dem Nations-League-Halbfinal gegen Portugal am 5. Juni 2019 (1:3).
Allzu viel Lob wollte der 34-Jährige aber nicht kriegen. «Jetzt müssen wir noch sein Tor anschauen», meinte Rodriguez mit Verweis auf Zeki Amdouni, der während des Interviews neben ihm stand. «Eine Riesenkiste», so Rodriguez' Beurteilung. Nach seinem Doppelpack gegen Nordmazedonien am Samstag traf Amdouni erneut. Der 25-Jährige hat den Start in die Nations-League-Kampagne perfekt genutzt, um in Abwesenheit von Breel Embolo Eigenwerbung zu betreiben.
Elvedi und die Zahl 30
Neben Rodriguez trat noch ein weiterer Spieler als Torschütze in Erscheinung, der normalerweise eher für das Toreverhindern zuständig ist: Nico Elvedi. Im Anschluss an einen Eckball verwertete der Leeds-Legionär eine Hereingabe von Dan Ndoye in Torjägermanier: «Ich fühle mich momentan sehr gut. Das Selbstvertrauen ist extrem da. Ich bin froh, konnte ich der Mannschaft mit einem Tor helfen.»
Ein Erfolgserlebnis ausgerechnet wenige Stunden vor seinem 30. Geburtstag. Es sei schon speziell, so der Zürcher, der in der Premier League mit der Trikotnummer 30 aufläuft und nun am 30. September 30 Jahre alt wird. «Mal schauen, was der Trainer heute noch zulässt. Ich hoffe, wir können noch zusammen anstossen», so Elvedi.
Vorfreude auf das Heimpublikum
Angesichts der sauberen Vorstellung dürfte die Chance gross sein, dass Yakin tatsächlich noch etwas zulässt. Der Nati-Trainer zeigte sich nach der Partie jedenfalls höchst zufrieden. «Die Mannschaft macht dort weiter, wo sie aufgehört hat. Es war eine reife Leistung. Wir haben defensiv konzentriert gearbeitet.»
Der Blick des 52-Jährigen ging kurz nach dem 2. Sieg im 2. Spiel bereits wieder nach vorne in Richtung Slowenien-Spiel. «Wir wollen die Gruppe gewinnen und sind auf einem guten Weg. Nach der WM und 2 Auswärtsspielen freuen wir uns nun auf das eigene Publikum.» Anpfiff in Luzern ist am Samstag um 20:45 Uhr (live auf SRF zwei).
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