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Monday, October 26, 2026

SVP-Kandidatin für Bundesrat – Céline Amaudruz zeigt sich unbeeindruckt von der Kritik

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Céline Amaudruz habe zu viele Mandate ausserhalb der Politik, war in der Sonntagspresse der Deutschschweiz zu lesen (siehe Textbox). Bereits in den letzten Wochen griffen mehrere Zeitungen die Genferin an: weil sie eine Frau ist, weil sie reich ist, weil sie nicht immer auf der Parteilinie liegt.

Die Deutschschweizer Presse hob am Sonntag die «zu» zahlreichen nicht-politischen Mandate von Céline Amaudruz hervor.

Tatsächlich verfügt die Genfer Nationalrätin gemäss Interessenregister über vier Mandate, die vergütet werden.

Vier Mandate liegen knapp über dem Durchschnitt im Nationalrat von 3,3. Wenn man nur die bürgerlichen Nationalrätinnen und Nationalräte betrachtet, liegt der Durchschnitt allerdings höher, bei 4,2 vergüteten Mandaten. Gewisse Ratsmitglieder haben sogar 8, 10, 13 oder sogar 19 vergütete Mandate.

Drei der vier bezahlten Mandate von Céline Amaudruz sind Sitze in Verwaltungsräten: jenem des Flughafens Genf, der Groupe Minoteries und der Société Infracrore. Damit liegt sie über dem Durchschnitt im Nationalrat, auch über dem der bürgerlichen Ratsmitglieder.

Céline Amaudruz hat gegenüber dem Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS) schriftlich auf die Kritik reagiert. «Diese Angriffe stärken meine Entschlossenheit und meine Kandidatur. Sie zeigen, dass ich weiss, wie man sich der Gegnerschaft und persönlichen Angriffen stellt», schrieb die Genferin.

Person mit blonder Frau und Umstehenden bei einer Veranstaltung.
Legende: Céline Amaudruz, Kandidatin aus Genf für die Nachfolge von Bundesrat Parmelin, am 17. Oktober an der Delegiertenversammlung der SVP in Bulle. KEYSTONE/Peter Schneider

«Ich bin überzeugt, dass diese Fähigkeit dazu beiträgt, mir einen Platz auf dem Ticket zu sichern, das dem Parlament vorgelegt wird.»

«Herablassung gegenüber den Romands»

Westschweizer Kolleginnen und Kollegen im Nationalrat kritisieren die Angriffe.

«Es macht mich unendlich traurig, zu sehen, wie eine legitime, kompetente Kandidatin, die sehr viel für die Partei gegeben hat und den Grundwerten der Partei treu geblieben ist, durch den Dreck gezogen wird», sagte Jean-Luc Addor, SVP-Nationalrat aus dem Wallis, gegenüber RTS. Und er fügt hinzu: «Man muss es offen sagen: Es gibt eine gewisse Herablassung unserer Deutschschweizer Kollegen gegenüber den Romands und den Lateinern.»

So reagieren Ratsmitglieder aus der Westschweiz:

Die grünliberale Nationalrätin Céline Weber sieht das Problem bei der SVP: «Dieses Anti-Céline-Amaudruz-Bashing durch eine Deutschschweizer Elite der SVP verdeutlicht die Radikalisierung dieser Partei.»

Und die Waadtländerin ergänzt: «Diese Herabsetzung, diese Verachtung gegenüber ihren Parlamentarierinnen und Parlamentariern und sogar gegenüber ihrer Vizepräsidentin macht mir grosse Sorgen in Bezug auf die politische Debatte in der Schweiz.»

Das Ticket der SVP mit zwei oder drei Namen wird am 20. November finalisiert. Bis dahin wird wohl mit allen Mitteln weitergekämpft.

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