N. (20) war «ein Sonnenschein» – jetzt spricht ihr Arbeitgeber

- Die 20-jährige Zürcherin N. L. ist in Nicaragua bei einem Unfall in einem Pickup ums Leben gekommen.
- Nun meldet sich ihr Arbeitgeber in Zürich zu Wort.
- Die lokalen Behörden prüfen, ob die Staatsanwaltschaft gegen den mexikanischen Fahrer vorgeht.
Die Schweizerin N. L. ist vergangenen Freitag bei einem tragischen Unfall in Nicaragua ums Leben gekommen. Der Pickup, in dem sie mit fünf weiteren Personen unterwegs war, wurde beim Versuch, den Fluss Nahualapa im Departement Chinandega zu durchqueren, von der starken Strömung mitgerissen.
Die 20-Jährige blieb gemeinsam mit einer Französin und einer Nicaraguanerin im sinkenden Fahrzeug eingeschlossen. Der mexikanische Fahrer sowie zwei weitere Insassen konnten sich unverletzt aus dem Wagen befreien. Die drei jungen Frauen ertranken.
Kunstliebhaberin und begeisterte Snowboarderin
Nun äussert sich der Arbeitgeber des Schweizer Opfers. «Wir sind niedergeschmettert und fassungslos über den plötzlichen Unfalltod von N. Sie war ein Sonnenschein und ist uns fast wie eine Tochter ans Herz gewachsen. Wir werden N. für immer vermissen», schreibt die Leitung des Videolabors «petitgregoire» in Zürich. Dort absolvierte die 20-Jährige gemäss Angaben auf der Website ein einjähriges Praktikum.
Erst kürzlich hatte die Zürcherin die Fachmittelschule abgeschlossen. Sie habe sich leidenschaftlich für Kunst, Theater, Musik, Film und das Leben interessiert, schreibt ihr Arbeitgeber weiter. Zudem sei sie eine begeisterte Wintersportlerin gewesen und habe im Winter als Snowboardlehrerin gearbeitet.
Ermittlungen gegen den Fahrer
Das Unglück ereignete sich gegen 1 Uhr morgens. Wegen der starken saisonalen Regenfälle führte der Fluss besonders viel Wasser. Die heftige Strömung erfasste den Toyota Hilux und riss ihn mit sich.
Die nicaraguanischen Behörden untersuchen die genauen Umstände des Unfalls. Im Zentrum steht die Frage, weshalb sich drei Insassen retten konnten, während die drei Frauen im Fahrzeug eingeschlossen blieben und ertranken. Die Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen sind entscheidend dafür, ob die Staatsanwaltschaft gegen den mexikanischen Fahrer wegen fahrlässiger Tötung vorgeht.
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Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen
Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
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