heise+ | Kalibrierung der ADAS-Sensorik: Die entscheidenden Millimeter
Komplexe Sensorik, die moderne Fahrerassistenzsysteme (Advanced Driver Assistance Systems, ADAS) erst ermöglicht, war vor wenigen Jahren noch ausschließlich Oberklassefahrzeugen vorbehalten. Inzwischen gehört sie klassenübergreifend häufig zur Serienausstattung. Notbremsassistent, Spurhalteassistent, adaptiver Fahrassistent, Spurwechselwarnung, Querverkehrsassistent oder Verkehrszeichenerkennung unterstützen den Fahrer in vielen Fällen und können dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden.
Mit der zunehmenden Anzahl an Fahrerassistenzsystemen steigen jedoch auch die Anforderungen an Karosserie-, Lackier- und Kfz-Werkstätten. Nach Unfallschäden und daraus resultierenden Reparaturen oder dem Austausch bestimmter Bauteile muss die komplexe Sensorik geprüft, kalibriert und dokumentiert werden. Nur so kann die einwandfreie Funktion der Fahrassistenz gewährleistet werden. Wie gehen Werkstätten dabei vor?
Gefährdete Sensoren
Die Sensoren befinden sich meist in Bereichen, die bei Unfällen besonders gefährdet sind. So sind Frontkameras vorwiegend im Bereich der Windschutzscheibe verbaut, Radarsensoren hinter Stoßfängern oder Kühlergrill und Ultraschallsensoren überwiegend in den Stoßfängern. Bereits leichte Anstoßschäden oder Parkrempler können die Position dieser Sensoren verändern. Die Folgen sind oftmals äußerlich nicht sichtbar, können jedoch die Funktion der Fahrerassistenzsysteme erheblich beeinträchtigen. Noch gravierender sind beschädigte Halterungen, verzogene Karosseriestrukturen oder veränderte Fahrwerkswerte, wie sie etwa bei schwereren Kollisionen entstehen.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.