HyperOS 4.0: Xiaomi verteilt großes Update für über 30 Modelle
Xiaomi hat die Entwicklung von HyperOS 4.0 fertiggestellt und damit begonnen, das im August angekündigte Update zu verteilen. Laut Hersteller sollen Modelle der Xiaomi-17-Reihe den Anfang machen, begleitet von der 15er-Serie, Tablets und Redmi- sowie Poco-Modellen. Damit dürften Millionen Android-Geräte eine Portion Liquid Glass erhalten.
Über 30 Modelle im November
Der Hersteller hat am Dienstag in einem Beitrag auf X verkündet, dass die offizielle Version von Xiaomi HyperOS 4.0 verteilt wird. „Berechtigte Nutzer erhalten das OTA-Update ab heute schrittweise“, heißt es weiter. Mit den berechtigten Nutzern dürfte Xiaomi Besitzerinnen und Besitzer der ersten Modellreihen meinen, die die Softwareaktualisierung zuerst erhalten.
Laut einer dem X-Beitrag angehängten Liste und der HyperOS-Webseite gehören zu den ersten Modellen neben den erwähnten Geräten der 15er-, 17er-Reihen etwa auch Geräte der Poco-Serien F8, X8 und M8. Zudem gehören Xiaomi zufolge auch die Redmi-Serien Note 17 und Note 15 zu den ersten Geräten, die HyperOS 4.0 seit Anfang November erhalten.
Xiaomis 2026er Release-Roadmap für HyperOS 4.0.
(Bild: Xiaomi auf X)
Mitte November soll es dann mit den beiden Xiaomi-15T-Geräten weitergehen, begleitet von Xiaomis Pad-7-Serie und den Poco Pads X1 und M1. Ebenso sollen Pocos F9-, F7- und X7-Modelle die neue Softwareversion erhalten.
Ab Dezember sind dann die Xiaomi-Serien 13, 13T, 14 und 14T sowie das Mix Flip an der Reihe. Auch allerlei Redmi-Modelle wie die Note-14-Serie, das Redmi 15 sowie verschiedene Geräte der Marke Poco erhalten das neue Update. In der vollständigen Übersicht des Verteilungszeitplans für dieses Jahr sind alle berechtigten Geräte einsehbar. Unklar ist, ob die Verteilung von HyperOS 4.0 im nächsten Jahr weitergeht.
HyperOS 4.0 ist nicht gleich Android 17
Während andere Hersteller mit einer neuen Version ihres Android-Aufsatzes auch eine neue Android-Version einläuten – One UI 9 basiert etwa auf Android 17 – ist das bei Xiaomi nicht zwingend der Fall. Je nach Gerät kann der Hersteller die neue HyperOS-Version auch weiterhin mit einer älteren Android-Version wie Android 16 versehen. Bei topaktuellen Modellen dürfte das zwar nicht der Fall sein, jedoch war dies die bisherige Vorgehensweise bei zahlreichen Geräten in den vergangenen Jahren.
Zu den Neuerungen von HyperOS 4.0 gehört eine Überarbeitung der Bedienoberfläche, die stark an Apples Liquid Glass erinnert. Sie umfasst laut Hersteller flüssige Lichteffekte und geschichtete Transparenzen. Zudem erzeugen Wischgesten und Berührungen dynamische Effekte auf der Bedienoberfläche; Menüs und Benachrichtigungselemente verfügen über durchsichtige Ebenen. Dass Xiaomi sich an Apples Ästhetik orientiert, ist im Grunde nicht neu. Schon in älteren Versionen gab es hier und dort iOS-Designaspekte und sogar die Integration der Dynamic Island, die Xiaomi bei sich „HyperIsland“ nennt.
Weiter bringt das Update einen überarbeiteten Sperrbildschirm und ein neues Kontrollzentrum. Zudem lassen sich Widgets auf dem Homescreen stapeln, Ordner sind in der Größe anpassbar. Außerdem soll es mehr Anpassungsmöglichkeiten und farbenfrohe Hintergrundbilder geben.
Xiaomi will mit HyperOS 4.0 das System beschleunigt haben: So habe man die Kaltstartzeit verkürzt und die Bearbeitung von HDR-Aufnahmen optimiert. Außerdem soll das System weniger Frame-Drops erzeugen. Nach Xiaomis eigenen Messungen auf dem Xiaomi 17 Ultra sinkt der Kaltstart der Kamera-App von 1043,6 auf 808,8 Millisekunden und die durchschnittliche Frame-Drop-Rate nach neun Stunden Nutzung von 1,10 auf 0,08 Prozent. Ferner hat das Unternehmen mit dem Update die Lastberechnung optimiert, um die Reaktionsgeschwindigkeit zu verbessern.
Die noch im November für den globalen Markt erwarteten neuen Topmodelle, Xiaomi 18 Pro und 18 Pro Max, haben HyperOS 4.0 mit Android 17 ab Werk an Bord.
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