Schluss mit Snus: «Der Praktikant» will aufhören

- Der Schweizer Influencer Fabian Egger (27), bekannt als «Der Praktikant», will mit dem Snus-Konsum aufhören.
- Schon am ersten Abend wurde er rückfällig, startete aber direkt einen neuen Versuch.
- Seine Community hält er fast stündlich auf dem Laufenden und berichtet von starken Stimmungsschwankungen.
Vor wenigen Tagen kündigte der Schweizer Influencer Fabian Egger (27), auch bekannt als «Der Praktikant», in einem Video an, mit dem rauchlosen Nikotinprodukt Snus aufzuhören. Seine Community hielt er dabei fast stündlich auf dem Laufenden. Zwar wurde er bereits am ersten Abend rückfällig, liess sich davon jedoch nicht entmutigen und startete direkt einen neuen Versuch.
Der Praktikant erlebt starke Stimmungsschwankungen
«Fabian, du schaffst das», sagte er sich selbst, als er am Mittwoch ganze drei Stunden nikotinfrei lebte. Im Video erklärte er ausserdem, dass er über die Zeit des Konsums eine starke emotionale Bindung mit dem Produkt aufgebaut habe. «Ich verbinde es mit verschiedenen Momenten und Emotionen.» Zudem schilderte er, dass er bestimmte Alltagssituationen mit dem Konsum von Snus verknüpft habe: «Das macht es psychologisch sehr schwer, damit aufzuhören.»
Was hilft dir am ehesten, wenn du auf etwas Gewohntes verzichten willst?
Nach sieben Stunden meldete er sich erneut und gab zu: «Es ist so schlimm, ich habe starke Stimmungsschwankungen.» Sein Kollege bestätigte die Misere: «Er ist schon schlimm, wenn er hungrig ist, aber das gerade ist ungefähr 800 Mal schlimmer.»
Elf Stunden ohne Rückfall
Am Abend, nach knapp zehn Stunden, gab er seiner Community ein unerfreuliches Update: «Ihr seht, die Lippe hängt wieder schief.» Von seinem Misserfolg liess er sich nicht herunterkriegen und sagte: «Morgen ist ein neuer Tag und wir versuchen es immer wieder.» Einen Tag später veröffentlichte er weitere Updates. Seine letzte Meldung zum Thema kam am Donnerstagabend, als er erzählte, dass er nun ganze elf Stunden ohne Rückfall durchhielt.
Tipps für den Ausstieg
- Kaugummis oder Lutschpastillen können das bekannte Brennen am Zahnfleisch imitieren.
- Jegliche Gelegenheiten eliminieren, das heisst, keine Notfall-Nikotin-Produkte aufbewahren.
- Für Ablenkung sorgen: Ausdauersport oder Krafttraining baut die innere Unruhe ab und schüttet Dopamin aus.
- Wenn das Verlangen kommt, bewusst zehn Minuten warten. Meist ist die Spitze dann vorbei.
- Vorsicht bei Alkohol: Er gilt als die häufigste Rückfallursache. Unter Alkoholeinfluss sinkt die Hemmschwelle drastisch.
Wieso macht Snus so abhängig?
Beim Snusen wird der Beutel zwischen Oberlippe und Zahnfleisch platziert. Das Nikotin gelangt durch die dünne und gut durchblutete Mundschleimhaut direkt in die Blutbahnen. Das Blut transportiert das Nikotin innerhalb weniger Minuten über das Herz zum Gehirn, was die Ausschüttung von Dopamin reizt. Die Menge des Nikotins spielt bei Snus eine entscheidende Rolle: Im Vergleich zu einer herkömmlichen Zigarette, die etwa ein bis zwei Milligramm Nikotin enthält, beinhaltet ein Beutel circa neun bis 16 Milligramm.
Was macht Nikotin mit unserem Körper?
- Es stimuliert die Ausschüttung vom Glückshormon Dopamin.
- Nikotin beeinflusst zudem das Herz-Kreislauf-System: Das Herz schlägt schneller, die Atemfrequenz nimmt zu und Blutgefässe ziehen sich zusammen.
- Gefühle von Stress, Angst und Müdigkeit können abgemildert werden.
- Viele Konsumierende schreiben darum dem Nikotin positive Wirkung zu.
- Im Wesentlichen mildert der Konsum lediglich die unangenehmen Entzugserscheinungen, die man nicht hat, wenn man gar nie konsumiert.
Quelle: Suchtprävention Kanton Zürich
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