Dezimierte Schotten chancenlos – Dank Rodriguez & Elvedi: Schweiz legt in der Nations League nach

- Die Schweizer Nati gewinnt das 2. Spiel in der Nations League auswärts gegen Schottland mit 3:0.
- Eine frühe rote Karte gegen die Schotten und ein Freistoss-Tor von Ricardo Rodriguez ebnen den Weg.
- Im anderen Spiel der Gruppe 1 in der Liga B schlägt Slowenien zu Hause Nordmazedonien 2:0.
Die Schweiz brauchte im Glasgower Hexenkessel wenig Anlaufzeit. Und so fiel auch eine kleine Vorentscheidung in diesem Nations-League-Duell bereits nach 8 Spielminuten.
Dan Ndoye wurde von einem blitzsauberen Steilpass Michel Aebischers in die Tiefe geschickt und entwischte Jack Hendry mit Leichtigkeit. Der schottische Verteidiger wusste sich nur noch mit einem Foulspiel zu helfen – knapp ausserhalb des Strafraums. Schiedsrichter Nenad Minakovic wandelte seinen Erstentscheid von Penalty und Gelb richtigerweise in Freistoss und Rot für Hendry um.
Routinier Ricardo Rodriguez übernahm die Verantwortung und verwandelte mit einem scharf getretenen Schlenzer in die Torwartecke. Für den Dauerbrenner auf der linken Abwehrseite war es das erste Tor im Nati-Trikot seit Mai 2021 – damals war er in einem Testspiel gegen die USA erfolgreich gewesen.
71. erfolgloser Eckball bringt Tor
In der Folge übernahm die Nati das Spieldiktat. Die Schotten liefen dem Ball in numerischer Unterzahl häufig hinterher, rieben sich nach leicht umstrittenen Entscheiden am Schiedsrichter auf – doch die Schweiz verpasste es, in dieser Phase nachzulegen. Die Abschlüsse von Zeki Amdouni (36.), Ndoye (37.) und erneut Amdouni (41.) waren forsch, aber fruchtlos.
Es bedurfte eines weiteren (vorerst) wirkungslosen Schweizer Eckballs, notabene des 71. (!) am Stück ohne direkten Torerfolg. Denn weil Schottland den Ball nicht vollständig klären konnte, kam Ndoye 10 Minuten nach dem Seitenwechsel zum Flanken und fand den sich clever freilaufenden Nico Elvedi. Der Innenverteidiger schob ein zum 2:0. In seinem Jubiläums-Natispiel (75) war es Treffer Nummer 4, und das wenige Stunden vor seinem 30. Geburtstag.
Amdouni-Hammer zum 3:0
Die Unterstützung im zuvor lauten Hampden Park nahm nun merklich ab. Die Schweiz, angeführt vom wirbligen Johan Manzambi, spielte ihre Überzahl voll aus. Trotz namhafter Absenzen mit den Zertifikat-Vergehern Granit Xhaka und Breel Embolo trat die Truppe von Murat Yakin abgebrüht und überlegen auf.
In der 82. Minute belohnte sich auch der nimmermüde Amdouni mit einem Tor. Erneut setzten die Schweizer nach einem Eckball nach und hielten den Ball in der Gefahrenzone. Und wieder spielte Ndoye den letzten Pass, ehe Amdouni für sein 14. Nati-Tor voll draufhielt.
Nach dem 3:0-Erfolg zum Auftakt in Nordmazedonien legte die Schweiz im ältesten Fussballstadion der Welt (1903 erbaut) mit demselben Resultat nach. Der europäische Nationenbewerb ist lanciert.
So geht es weiter
Nach den zwei Auswärtsspielen dürfen die Schweizer zum Abschluss dieser Nations-League-Tranche zwei Mal zu Hause ran, Luzern ist jeweils Spielort. Am Samstag (3.10.) gastiert Slowenien, in einer Woche (6.10.) ist erneut Nordmazedonien der Gegner. Beide Spiele zeigen wir live auf SRF zwei und in der Sport App.
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