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Friday, September 25, 2026

Warum das deutsche Trio auf eine Medaille hoffen darf

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Bereits 1974 waren die besten Radsportlerinnen der Welt zu Gast in Montreal. Damals war die Französin Geneviève Gambillion die Beste von allen und eroberte das Regenbogentrikot der Weltmeisterin.

Es waren die ersten Titelkämpfe im Radsport, die außerhalb von Europa ausgerichtet worden waren. Gambillion war in jener Zeit eine Größe im Frauen-Radsport, nicht vergleichbar allerdings mit Eddy Merckx, dem Gewinner des Männer-Rennens. Dennoch siegten damals zwei Stars der Szene.

Franziska Koch hat zum Auftakt der Radsport-WM die Bronzemedaille im Zeitfahren geholt. Nur Siegerin Marlen Reusser und Zoe Backstedt waren nach 39,2 Kilometern durch Montreal schneller.

20.09.2026 | 1:39 min

Gesamtes Podium der Tour de France am Start

52 Jahre später ist vor allem das Frauen-Rennen am Samstag (ab 14:10 Uhr im Livestream auf sportstudio.de) gespickt mit Topfahrerinnen und offen wie selten zuvor. Mit dabei ist unter anderem das gesamte Podium der Tour de France: Siegerin Demi Vollering aus den Niederlanden, die zweitplatzierte Polin Kasia Niewiadoma und die Italienerin Elisa Longo Borghini.

Sie alle sind mit dem Ziel angereist, Weltmeisterin zu werden. Sie sind zudem, wie die Tour-Vierte Antonia Niedermaier, eine herausragende Bergfahrerinnen und auf dem sehr anspruchsvollen und mit 180,4 Kilometern auch sehr langen Parcours im Vorteil.

Remco Evenepoel ist zum vierten Mal Radsport-Weltmeister im Einzelzeitfahren. Silber holte der Italiener Filippo Ganna. Bronze ging an Paul Seixas.

21.09.2026 | 0:35 min

Auftakt des Rennens ist noch flach

Der Start erfolgt in Brossard am rechten Ufer des Sankt-Lorenz-Stroms. Die ersten 40 Kilometer sind weitestgehend flach und führen zunächst in östlicher Richtung weg von Montreal, ehe es zurück nach Brossard geht und von dort über die Samuel-de-Champlain-Brücke in die Innenstadt der Metropole.

Nach gut 73 Kilometern Fahrt folgt schließlich ein 13,4 Kilometer langer Rundkurs, den die Fahrerinnen achtmal bewältigen müssen.

Drei schwierige Anstiege im Mont-Royal-Park

Schwierig wird es vor allem im Mont-Royal-Park mit drei heftigen Anstiegen. Zunächst geht es über die Voie Camillien Houde – 1,7 Kilometer mit im Schnitt 7,4 Prozent Steigung und Spitzen von zehn Prozent. Nach der Abfahrt folgt in der Nähe der Universität der Chemin Polytechnique – 780 Meter mit sechs Prozent im Mittel und elf Prozent am steilsten Punkt.

Die dritte steile Rampe ist die Avenue Pagnuelo (530 Meter à 7,5 Prozent). Aber auch das acht Mal zu durchfahrende Ziel steigt harsch an. Im Finale dürfte ein reiner Kraftsprint die Entscheidung bringen.

Sehen Sie das Teamzeitfahren Mixed bei der Straßenrad-WM im kanadischen Montreal in der Wiederholung. Kommentar: Felix Tusche, Experte: Simon Geschke.

22.09.2026 | 189:26 min

Klassiker-Spezialistinnen rechnen sich einiges aus

Das klingt wie nach einem passenden Menü für die bergfesten Tour-Stars. Doch auch Klassiker-Jägerinnen wie die deutsche Meisterin Franziska Koch und Liane Lippert besitzen am Samstag große Chancen in Montreal.

Denn die Strecke steigt im Mont-Royal-Park nicht nur an, sie ist dort auch ein Festival der Kurven, die großes Steuervermögen voraussetzen, über das vor allem Koch verfügt, die Siegerin von Paris-Roubaix im April. Sie ist zudem in Top-Form, beim WM-Einzelzeitfahren von Montreal am vergangenen Sonntag gewann sie Bronze.

Bundestrainer Korff setzt auf mehrere Optionen

Bundestrainer André Korff verzichtet auf die Festlegung einer klaren Nummer eins: "Unsere Chance besteht darin, dass wir mehrere Optionen besitzen. Und die wollen wir auch nutzen", sagt Korff im Gespräch mit ZDFsportstudio.

Wir können mehrere Varianten ausspielen.

Bundestrainer André Korff

Das Ziel sei "eine Medaille, das muss unser Anspruch sein. Grundsätzlich ist der schwere Parcours für die Qualitäten von Franziska, Antonia und Liane optimal."

Holt Vollering ihren ersten WM-Titel?

Die Favoritinnen-Rolle spricht Korff aber anderen zu. Tour-Siegerin Vollering vor allem, die bisher noch keinen WM-Titel einfahren konnte. Aber auch ein überraschender Ausgang wie vor einem Jahr in Kigali, Ruanda, ist bei einem technischen Kurs, der den Charakter eines Ausscheidungsrennens besitzt, möglich.

In Kigali etwa gewann die Kanadierin Magdeleine Vallières, die im französischsprachigen Teil Kanadas aufwuchs und eine der WM-Botschafterinnen ist. Sie kennt die Strecke und ist ebenfalls eine exzellente Bergfahrerin.

TV-Kameramann beim Fußballspiel

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Über dieses Thema berichtete ZDFsportstudio live "Rad-WM: Teamzeitfahren Mixed" am 22.09.2026 ab 14:30 Uhr.

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