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Tuesday, October 6, 2026

Stimme als geistiges Eigentum – Darum lässt Giorgia Meloni ihre Stimme schützen

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«Ich bin Giorgia Meloni»: Die italienische Ministerpräsidentin hat eine Audioaufnahme dieses Zitats beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum eingegeben um sie eintragen zu lassen. Der Antrag wird nun geprüft.

Mit dem Schritt wolle sich die Regierungschefin vor gefälschten Stimmaufnahmen durch KI-Systeme schützen, schreibt die italienische Zeitung «La Repubblica».

Kampf gegen Deepfakes

Demnach handelt es sich bei der eingereichten Sprachaufnahme um gerade einmal vier Sekunden. Meloni liess den Satz «Io sono Giorgia Meloni» als sprachliches Kennzeichen registrieren.

Von Meloni sind in der Vergangenheit bereits KI-generierte Fotos aufgetaucht. Im vergangenen Frühling ging sie in die Offensive und rief zu verantwortungsvollem Verhalten auf. Von ihr seien diverse falsche Bilder im Umlauf, die von «irgendeinem eifrigen Gegner» als echt ausgegeben würden, schrieb sie damals auf X.

Deepfakes seien ein gefährliches Instrument, denn sie könnten jeden täuschen, manipulieren und treffen, warnte Meloni. Sie könne sich verteidigen – viele andere aber nicht. Was heute ihr passiere, könne morgen jedem passieren.

Expertin: Markenschutz ist nur bedingt hilfreich

Meloni könne mit dem Markenschutz ihrer Stimme aber kaum verhindern, dass jede künstlich erzeugte Meloni-Stimme illegal wäre, sagt Viorela Dan, Assistenzprofessorin für Interaktive Kommunikation an der Universität Wien.

Es bringt also ein bisschen etwas, aber nicht viel.

«Was dadurch geschützt werden soll, ist ein konkretes, klangliches Kennzeichen als Marke. Das ist kein allgemeines Eigentumsrecht an jeder Äusserung, die nach Meloni klingt.»

Die Premierministerin lasse den Klang ihrer Stimme wohl schützen, um ein zusätzliches juristisches Mittel im Missbrauchsfall zur Verfügung zu haben. «Es bringt also ein bisschen etwas, aber nicht viel», so Dan.

Künstlich geklonte Meloni-Stimme weiter möglich

Vor allem wenn genau der geschützte Satz ohne Melonis Zustimmung genutzt werde, könnte sie eine Markenrechtsverletzung geltend machen. «Das könnte auch bei Plattformen praktisch sein, indem Meloni die Entfernung entsprechender Audios verlangen könnte», so Dan.

Das wird niemanden daran hindern, ihre Stimme künstlich zu klonen.

Das aber schütze Meloni nicht davor, dass eine künstlich generierte Meloni-Stimme verwendet werde – gegen Deepfakes bringt der Markenschutz also kaum viel. In solchen Fällen bleibt wie bisher also bloss der Gang vor ein Gericht, wenn Meloni falsche Aussagen in den Mund gelegt werden, etwa im Wahlkampf.

Das Fazit der Expertin: «Auch wenn Melonis Stimme also als Marke anerkannt wird, wird das niemanden daran hindern, ihre Stimme künstlich zu klonen», so Viorela Dan.

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