Terrorverdacht in England – Anschlag auf britischen US-Stützpunkt geplant: 5 Männer verhaftet

- Bei einem von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkt in Grossbritannien wurde heute Morgen Grossalarm ausgelöst.
- Wie die Polizei der Grafschaft Gloucestershire im Westen Englands mitteilte, wurden Häuser in der Nähe des Stützpunkts evakuiert.
- Fünf Männer seien festgenommen worden – wegen Verdachts, einen Terroranschlag geplant zu haben.
- Der Vorfall ist gemäss der Regierung mittlerweile unter Kontrolle.
Gegen die Männer besteht Terrorverdacht sowie der Verstoss gegen das Sprengstoffgesetz. Sie sollen Sprengstoff in drei Lieferwagen transportiert haben. Sie waren festgenommen worden, nachdem der Polizei in der Nacht zum Sonntag drei verdächtige Fahrzeuge aufgefallen waren. Das Ziel der Fahrzeuge war offenbar der Militärflugplatz RAF Fairford.
Wie ein Sprecher der lokalen Polizei bei einer Medienkonferenz bestätigte, übernahm die britische Anti-Terror-Einheit die Ermittlungen. Spezialkräfte des Militärs untersuchen die sichergestellten Fahrzeuge.
Wegen des Vorfalls riefen die Behörden einen «schwerwiegenden Vorfall» aus. Rund um den Stützpunkt wurde eine Sicherheitszone eingerichtet. Aus Sicherheitsgründen mussten die Bewohnerinnen und Bewohner von 85 Häusern im nahegelegenen Dorf Whelford ihre Unterkünfte vorübergehend verlassen. Sie wurden in einem Freizeitzentrum untergebracht.
Nach Einschätzung der Polizei war der Vorfall am Vormittag unter Kontrolle. Dies meldete unter anderem auch die britische Innenministerin Shabana Mahmood auf X. Es sei aktuell unangemessen, weitere Kommentare abzugeben, solange die Ermittlungen noch andauerten, fügte sie hinzu.
Premier Burnham informiert
Premierminister Andy Burnham werde über die Situation auf dem Laufenden gehalten, erklärte ein Regierungssprecher. «Wir sind den Rettungskräften dankbar, die schnell gehandelt haben, um mehrere Verdächtige festzunehmen und Massnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der Bevölkerung zu ergreifen», sagte der Sprecher.
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Bild 1 von 7. Ein Grossaufgebot von Einsatzkräften war vor Ort. Bildquelle: Reuters/Toby Shepheard.
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Bild 2 von 7. Anwohnerinnen und Anwohner eines nahegelegenen Ortes mussten evakuiert werden. Bildquelle: Reuters/Toby Shepheard.
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Bild 3 von 7. Der Stützpunkt blieb weitgehend abgesperrt. Bildquelle: Reuters/Toby Shepheard.
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Bild 4 von 7. Über der Region kreiste ein Helikopter. Bildquelle: Reuters/Toby Shepheard.
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Bild 5 von 7. Auch wurde Infrastruktur zur Drohnenabwehr aufgefahren. Bildquelle: Reuters/Toby Shepheard.
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Bild 6 von 7. Bei anderen US-Stützpunkten in England wurden die Sicherheitsmassnahmen erhöht. Bildquelle: Reuters/Chris Radburn.
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Bild 7 von 7. Sämtliche Strassen waren gesperrt. Bildquelle: Reuters/Toby Shepheard.
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Auch der Verteidigungsminister Wes Streeting dankte den Rettungskräften in einem Beitrag auf X für ihren «raschen» Einsatz bei dem Vorfall in der Nähe der RAF Fairford.
«Genau deshalb stehen unsere Notfallteams und die Armee rund um die Uhr bereit», schrieb Streeting.
US‑Personal bleibt wachsam
Ein Sprecher der US-Luftwaffe erklärte gegenüber der BBC, das in RAF Fairford stationierte Personal «bleibe wachsam». Er fügte hinzu, man sei sich zwar der aktuellen Lage in Fairford bewusst, werde jedoch keine Einzelheiten zu den Massnahmen zum Schutz der Truppen preisgeben.
«Der 501st Combat Support Wing und unsere anderen in Grossbritannien stationierten Flügel bleiben wachsam und werden geeignete Massnahmen ergreifen, um die Sicherheit unserer US-Militärangehörigen, Zivilisten, Auftragnehmer und ihrer Familien zu gewährleisten», sagte der Sprecher.
Erst im März hatten die US-Streitkräfte Langstreckenbomber an die RAF-Basis Fairford verlegt. Das Verteidigungsministerium in London hatte in dem Zusammenhang bestätigt, dass die USA britische Stützpunkte für «spezifische Verteidigungsoperationen» im Iran-Krieg nutzten. Die US-Nutzung war zu Beginn des Krieges hitzig diskutiert worden.
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