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Friday, October 30, 2026

«Time Lab» – Yello überraschen mit neuem Album – aus alten Songskizzen

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Aus alt mach neu: Yello kramen in der eigenen Mottenkiste und verweben die Fundstücke zu frischen Tracks, die dennoch vertraut wirken.

30.10.2026, 20:32

Mit «Time Lab» schlagen Dieter Meier und Boris Blank das nächste Kapitel ihrer langen Karriere auf. Das 15. Studioalbum von Yello steht unter dem Motto «To the Future Through the Past» und genau so tönt es auch.

Für «Time Lab» hat Boris Blank nicht nur neue Sounds entwickelt, sondern auch sein Archiv durchforstet, das sich über fast fünf Jahrzehnte Yello-Geschichte erstreckt. Aus alten Klangfragmenten, Skizzen und Ideen entstanden Songs, die unverkennbar nach Yello klingen und dennoch nicht stehen geblieben sind.

Besonders deutlich wird dieser Ansatz bei der ersten Single «Around the Sun». Der Song basiert auf einer Gesangsaufnahme von Dieter Meier, die ursprünglich für den Zweitling «Claro Que Si» von 1981 vorgesehen war, damals aber unveröffentlicht blieb. Jahrzehnte später erhielt die Aufnahme ein neues musikalisches Gewand und wurde so zum perfekten Sinnbild für das Albumkonzept.

Yello und neue Farben

Musikalisch finden sich auf «Time Lab» viele jener Zutaten, die den unverwechselbaren Yello-Sound geprägt haben: cineastische Klanglandschaften, raffinierte Rhythmen, verspielte Soundeffekte und natürlich die markante Stimme von Dieter Meier.

Mit «Spin Back» befindet sich zudem ein Stück auf dem Album, welches das Motto «To the Future Through the Past» besonders treffend widerspiegelt. Schon der Titel deutet das Zurückdrehen der Zeit an.

Der Song verbindet klassische Yello-Elemente mit modernen Klangideen und versetzt einen stellenweise sogar auf die Tanzfläche einer 1980er-Jahre-Disco. Für Yello sind das ungewohnt direkte Retro-Momente, die dem Album zusätzliche Farbe verleihen.

Blick zurück nach vorn

Unterstützt wird das Duo von Gaststimmen wie Malia und Heidy Happy. Letztere ist gleich auf zwei Songs zu hören. Die Zusammenarbeit mit Malia knüpft an eine langjährige musikalische Verbindung an: Bereits auf dem gemeinsamen Album «Convergence» arbeiteten die Britin und Boris Blank zusammen. Auch Heidy Happys Stimme fügt sich nahtlos ins Yello-Universum ein und verleiht den Stücken eine zusätzliche emotionale Dimension.

Anfang Bildergalerie

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  • Bild 1 von 3. Fragmentiert und dennoch stimmig: Das Artwork von «Time Lab» passt zur neuen/alten Musik. Bildquelle: Universal Music.

    Abstrakte Kunst mit zwei bunten Figuren und grossem Text im Vordergrund.
  • Bild 2 von 3. Es ist das 15. Album der international bekannten und erfolgreichen Zürcher Electronica-Tüftler. Bildquelle: Universal Music.

  • Bild 3 von 3. Mit Stücken wie «Oh Yeah» und «The Race» haben Dieter Meier (links) und Boris Blank in den 1980ern wavy Synthpop-Hits für die Ewigkeit geschaffen. Bildquelle: Universal Music.

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«Time Lab» ist definitiv ein sofort wiedererkennbares Yello-Album. Alles schon gehabt, alles schon gehört? Ja und nein. Viele Ideen und Klangfarben kommen einem vertraut vor, wirken aber nie wie eine Kopie der eigenen Vergangenheit.

Oder wie es das Album selbst formuliert: Der Weg in die Zukunft führt durch die Vergangenheit.

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