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Thursday, October 1, 2026

Gewalt im Cockpit: Flydubai-Passagiere sicher nach Tel Aviv gebracht

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Passagiere werden mit Israel-Flaggen am Flughafen in Tel Aviv empfangen

Kampf an Bord von FZ 1073 Flydubai-Passagiere sicher nach Tel Aviv gebracht

Stand: 01.10.2026 • 09:11 Uhr

Umjubelter Empfang in Tel Aviv: Eine Ersatzmaschine hat die Passagiere des Flydubai-Fluges nach Israel gebracht. Augenzeugen berichten von einem Kampf im Cockpit und steilem Sinkflug.

Von Felicitas Boeselager, ARD Tel Aviv

Als die Passagiere des Flugs FZ 1073 am Abend schließlich mit einem anderen Jet am Flughafen in Tel Aviv landen, werden sie von tanzenden und fahnenschwingenden Menschen empfangen. Das israelische Fernsehen überträgt diese Bilder live.

Almog Italie, einer der Passagiere, erzählt der Nachrichtenagentur AFP, was er an Bord der Maschine erlebte. Das Flugzeug war von Dubai nach Tel Aviv unterwegs.

Bis zur jordanischen Grenze sei es ein normaler Flug gewesen. "Dann geriet das Flugzeug plötzlich in einen sehr steilen Sinkflug, als ob es massive Turbulenzen gäbe. Und wir verstanden nicht, warum." Es habe keine Warnmeldung gegeben, so Italie. "Wir haben versucht, uns anzuschnallen und nach 20 bis 30 Sekunden stabilisierte sich das Flugzeug wieder." Dann sei es erneut gesunken und habe sich nochmal stabilisiert.

Gewaltsamer Vorfall im Cockpit

An Bord der Maschine waren etwa 180 Passagiere, fast alle waren Israelis. Italie berichtet, er habe gesehen, dass Menschen vor dem Cockpit rannten.

"Und dann haben wir erfahren, dass einer der Piloten den anderen niedergestochen hatte, woraufhin der Passagier und das Besatzungsmitglied das Ruder übernommen und die Kontrolle erlangt haben." Glücklicherweise sei noch ein weiterer Pilot an Bord gewesen, der die Steuerung des Flugzeugs übernommen habe.

Nach zehn Minuten sei alles vorbei gewesen, sagt Italie. Das Flugzeug sei wieder ruhig geflogen. Es landete schließlich auf dem Flughafen Tabuk in Saudi Arabien. Von dort wurden die Passagiere am späten Nachmittag mit einem anderen Flugzeug nach Tel Aviv gebracht.

Netanjahu warnt vor weiteren Bedrohungen

In Tel Aviv begrüßte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu einen der Passagiere, der es offenbar geschafft hatte, das Cockpit aufzubrechen. Er nannte ihn einen Löwen und einen Helden. Zuvor hatte Netanjahu sich in einer Videoansprache geäußert.

Heute Morgen kam es auf einem Flug von Dubai nach Israel zu einem sehr schwerwiegenden Sicherheitsvorfall. Fast alle Passagiere an Bord waren Israelis. Während des Fluges, als sie sich dem Land näherten, stach einer der Piloten auf den anderen ein und versuchte offenbar, das Flugzeug mit allen Insassen zum Absturz zu bringen.

Premierminister Netanjahu

Weiter sagte Israels Premierminister, er habe die Sicherheitskräfte angewiesen, sich auf weitere Bedrohungen vorzubereiten. Am Tag zuvor noch hatte Netanjahu gewarnt, es gebe Zeichen, dass die Feinde Israels versuchten, das Land vor den Wahlen zu attackieren.

Vorfall fällt in Wahlkampf

In Israel wird in drei Wochen gewählt. So trifft der gewaltsame Vorfall in der Flydubai-Maschine auf einen ohnehin aufgeheizten Wahlkampf. Der Oppositionspolitiker Naftali Bennett beispielsweise kritisiert, er brauche keinen Premierminister der warne, sondern einen, der für Sicherheit sorge.

Was das Motiv des mutmaßlichen Täters war und ob er tatsächlich versucht hat, das Flugzeug zum Absturz zu bringen, ist unklar. Saudi-arabische Behörden geben an, den Fall zu untersuchen.

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