Hilfe für gesetzlich Versicherte: Frei kündigt Linnemann-Vorstoß für schnellere Arzttermine an

Hilfe für gesetzlich VersicherteFrei kündigt Linnemann-Vorstoß für schnellere Arzttermine an
18.10.2026, 11:29 Uhr

Bei der Suche nach einem Facharzttermin entscheidet noch immer die Art der Krankenversicherung über die Wartezeit. Ungerecht nennt dies Unionsfraktionschef Frei und stellt Abhilfe in Aussicht.
Unionsfraktionschef Thorsten Frei dringt auf kürzere Wartezeiten auf einen Facharzttermin für gesetzlich Versicherte. Manches im Gesundheitssystem werde als ungerecht empfunden oder sei tatsächlich ungerecht, sagte der CDU-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Darum müssen wir uns kümmern. Ein Beispiel sind die oft langen Wartezeiten für Facharzttermine." Er kündigte an, dass Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann hierzu Vorschläge machen werde. "Alle Versicherten müssen in vertretbarer Frist einen Facharzttermin bekommen", sagte Frei.
Der Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Oliver Blatt, nannte es eine "himmelschreiende Ungerechtigkeit", dass Privatversicherte bei der Vergabe von Arztterminen gegenüber gesetzlich Versicherten bevorzugt würden. Er forderte in den Funke-Zeitungen, dass Termine in der ambulanten Versorgung "nach medizinischem Bedarf vergeben werden und nicht danach, wie jemand versichert ist".
Frei wies seinerseits Forderungen nach einer Abschaffung der privaten Krankenversicherung zurück. "Das Nebeneinander von privater und gesetzlicher Krankenversicherung bringt uns Vorteile. Es stärkt den Wettbewerb, was wiederum zu innovativen Lösungen führt", sagte er. "Im Weltmaßstab" habe Deutschland "ein sehr gutes Gesundheitssystem. Hierzulande bekommt man die medizinischen Leistungen, die man braucht - unabhängig vom Geldbeutel."
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.