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Sunday, October 4, 2026

"Super Intelligence Force": Trump benennt neuen Chef für KI-Arbeitsgruppe

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"Super Intelligence Force"Trump benennt neuen Chef für KI-Arbeitsgruppe

04.10.2026, 17:17 Uhr

Eine neue Arbeitsgruppe soll Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz bewerten und binnen 120 Tagen Vorschläge für die Regierung vorlegen. Geleitet wird die "Super Intelligence Force" von Trumps Allzweckwaffe.

US-Präsident Donald Trump hat den nationalen Geheimdienstkoordinator Jay Clayton zum Sonderbeauftragten für Künstliche Intelligenz (KI) ernannt. Clayton solle die Bemühungen der US-Regierung bündeln, um die führende Rolle der USA bei dieser Technologie zu sichern, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Clayton werde die neu geschaffene "Super Intelligence Force" (SIF) leiten. Die SIF solle die Zusammenarbeit der Regierung mit Verbrauchern und KI-Unternehmen koordinieren. Ziel sei es, sicherzustellen, dass die USA weltweit führend blieben.

Trump bestätigte mit der Personalie einen Bericht der Zeitung "Wall Street Journal". Clayton, der erst im August zum Geheimdienstchef ernannt worden war, hatte der Zeitung gesagt, Trump habe ihn mit der Aufgabe betraut.

"Das Risiko, nicht an der Spitze zu stehen, ist hoch", sagte Clayton dem Blatt in Bezug auf das Wettrüsten mit KI. "Nicht an erster Stelle zu stehen, erhöht die bekannten und unbekannten Risiken, insbesondere durch unsere Gegner. Wenn wir an erster Stelle stehen, sind wir besser in der Lage, diese Risiken im Interesse des amerikanischen Volkes anzugehen", fügte er hinzu.

Die Arbeitsgruppe hat demnach 120 Tage Zeit, um einen Bericht vorzulegen. Dieser soll die Risiken und Chancen von KI bewerten und Empfehlungen für die Rolle der US-Regierung erarbeiten. Dem Gremium gehören zudem der Vorsitzende der Wettbewerbsbehörde FTC, Andrew Ferguson, der Technologiechef des Pentagons, Emil Michael, und der Direktor der Personalbehörde OPM, Scott Kupor, an. Die Gruppe erstattet Trump und seiner Stabschefin Susie Wiles direkt Bericht.

Die Sicherheit von KI-Technologien ist in Washington zuletzt verstärkt in den Fokus gerückt. Einige Forscher warnten, dass die Technologie innerhalb eines Jahrzehnts eine Bedrohung für die Menschheit darstellen könnte. Abgeordnete der Demokraten und Republikaner forderten daraufhin schärfere Maßnahmen. Trump plädiert jedoch für eine zurückhaltende Regulierung, da eine zu strenge Aufsicht die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber China schwächen könnte. Am Dienstag erklärte Trump, er wolle bei der Reglementierung der Technologie nicht mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zusammenarbeiten.

Es ist das zweite Mal, dass Trump einen Sonderbeauftragten für diesen Bereich einsetzt. Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit hatte der Risikokapitalgeber David Sacks diesen Posten inne.

Vor seiner Ernennung zum Geheimdienstkoordinator war Clayton als Bundesanwalt im südlichen Bezirk von New York tätig. In dieser Funktion war er unter anderem für die Anklage des langjährigen venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro zuständig, den US-Streitkräfte im Januar in Caracas gefangengenommen und in die USA gebracht hatten. In Trumps erster Amtszeit war Clayton Chef der US-Börsenaufsicht SEC. Der studierte Jurist und Ingenieur arbeitete zudem für Anwaltskanzleien und lehrte Jura, unter anderem an der Universität von Pennsylvania.

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