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Wednesday, November 4, 2026

Linux-KI-Brille Raven Prism geht in den Verkauf – zum Luxuspreis

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Im Juni dieses Jahres stellte Raven Resonance Smart Glasses vor, die weder Smartphone noch Cloud benötigen. Jetzt gibt es neue Details zum Marktstart der Prism. Die autarke Brille soll rund 1500 US-Dollar kosten und ist damit deutlich teurer als vergleichbare Modelle der Konkurrenz: Die Meta Ray-Ban Display etwa kostet in den USA 799 US-Dollar inklusive Neural Band. Vorbestellungen sind ab sofort möglich, erfordern allerdings ein erstattungsfähiges Reservierungspfand von 49 US-Dollar.

Verkauft wird die Brille zunächst nur in den USA. Raven Resonance hat aber bereits einen Europastart angekündigt. Wann und zu welchem Preis die Prism hierzulande erscheinen wird, lässt das Start-up noch offen.

Den bei der Ankündigung anvisierten Marktstart 2026 verpasst Raven Resonance. Stattdessen verteilt sich die Auslieferung der ersten Bestellungen auf den Zeitraum von Januar bis Sommer 2027. Auf der Reservierungsseite des Herstellers sind vier Produktionschargen aufgeführt, die für Januar, Anfang des Jahres, Frühjahr und Sommer terminiert sind. Die ersten beiden Chargen sind bereits ausgebucht und die noch verfügbaren Plätze der dritten Charge frühen Unterstützern vorbehalten. Optional baut Raven Gläser mit Sehstärke von −4,5 bis +4,5 Dioptrien ein, spätere Chargen sollen einen größeren Bereich und Gleitsichtgläser abdecken. Neue Bestellungen werden also erst ab Sommer 2027 ausgeliefert.

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Technisch hat sich seit der Präsentation auf der Augmented World Expo (AWE) im Juni nichts geändert. Anders als die meisten aktuellen Smart Glasses braucht die Raven Prism weder ein Smartphone noch eine separate Recheneinheit. Ein 64-Bit-ARM-Prozessor mit vier Kernen führt das auf Linux basierende Betriebssystem RavenOS aus. Ab Werk sollen über einen eigenen App-Store mehr als 25 Anwendungen verfügbar sein. Zusätzlich laufen native Linux-Programme. Entwickler erhalten tiefen Zugriff auf das System, etwa über das für verschlüsselten Fernzugriff ausgelegte Protokoll SSH, über das sich eigene Software aufspielen und anpassen lässt.

Inhalte stellt die Prism über ein farbiges LCoS-Waveguide-Display im Sichtfeld des Nutzers dar. Die Displayeinheit stammt von Avegant und liefert ähnlich wie die seit Oktober in Deutschland erhältliche Meta Ray-Ban Display ein Farbbild für ein einzelnes Auge, allerdings mit einem diagonalen Sichtfeld von 30 statt 20 Grad. Laut Hersteller soll der Seheindruck einem 16-Zoll-Monitor in einer Armlänge Entfernung entsprechen. Gesteuert wird die Brille per Blickerfassung und Sprachbefehl oder über per Bluetooth oder WLAN gekoppeltes Zubehör.

Eine weitere Besonderheit der Prism sind ihre wechselbaren Akkumodule: Diese können während des Betriebs getauscht werden und sitzen magnetisch an den Bügeln. Diese Andockstellen sollen künftig auch andere Erweiterungsmodule aufnehmen, etwa KI-Beschleuniger, Mobilfunkmodems oder GPS-Empfänger. Beim Datenschutz verspricht Raven Resonance, Benutzereingaben ausschließlich auf dem Gerät zu verarbeiten. Ohne ausdrückliche Zustimmung sollen keine Daten die Brille verlassen. Grundlegende KI-Funktionen sollen nach Möglichkeit lokal laufen und die Kamera lässt sich mit einer mechanischen Abdeckung verschließen.

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