Zwei Tote bei Pool-Unfall: Jetzt wechselt die Swiss das Hotel

- Nach Forderungen des Personals wechseln Swiss und Lufthansa vorübergehend das Crewhotel in Bengaluru.
- Zuvor starben im Pool des bisherigen Hotels zwei Gäste durch einen Stromschlag, einer war ein Lufthansa-Flugbegleiter.
- Zurück ins alte Hotel sollen die Crews erst, wenn die Unfallumstände geklärt und eine neue Sicherheitsprüfung erfolgt ist.
Nach zwei Todesfällen werden die Airlines Lufthansa und Swiss ihre Angestellten bei Aufenthalten in Bengaluru nicht mehr im bislang genutzten Hotel unterbringen, wie der «Aerotelegraph» berichtet. Am 30. Oktober war im Pool des Hotels ein 57-Jähriger ums Leben gekommen, der als Flugbegleiter bei der Lufthansa arbeitete. Der Mann und ein weiterer Hotelgast wurden durch einen Stromschlag getötet, als sie sich gerade im Pool des 5-Sterne-Hotels aufhielten.
Das forderte die Crew
Die Crews von Lufthansa und der Swiss, die seit Kurzem auch Flüge in die Stadt im Süden Indiens anbietet, forderten nach den Todesfällen, in einem neuen Hotel untergebracht zu werden – erhielten zunächst aber eine Abfuhr von ihren Arbeitgebern. Laut der Swiss wurde die Unterkunft umfassend evaluiert, wobei sich das Hotel als die «mit deutlichem Abstand beste Option» erwiesen hat. Ihre Forderung nach einem neuen Hotel begründeten die Angestellten mitunter mit der Sorge, dass weitere Hotel-Bereiche von Sicherheitsmängeln betroffen sein könnten.
Jetzt schwenkt die Swiss um: Gemeinsam mit der Lufthansa habe man beschlossen, das Crewhotel vorübergehend zu wechseln. Seit dem 5. November werden die Crewmitglieder der beiden Airlines nun in einem anderen Hotel in Bengaluru untergebracht. Dieses hat laut dem Branchenblatt bei einer Überprüfung vor gut zwei Monaten alle Anforderungen und Sicherheitsstandards erfüllt.
Das sagt die Swiss
Zur Frage, wieso man sich nun doch für den Hotel-Wechsel entschieden hat, hält sich die Swiss bedeckt: «Wir nehmen die Sorgen, Rückmeldungen und Fragen unserer Crewmitglieder sehr ernst», sagt die Sprecherin gegenüber dem «Aerotelegraph» und erklärt weiter, dass eine Gesamtabwägung zum Entscheid geführt habe. Eine Rückkehr ins ursprüngliche Hotel werde erst in Betracht gezogen, wenn die Unfallumstände geklärt und eine neue Sicherheitsüberprüfung erfolgt sei.
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Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.
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