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Monday, October 26, 2026

OpenAI wirbt Anthropic-Kunden offenbar mit Rabatten ab

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OpenAI wirbt offenbar derzeit gezielt Unternehmenskunden vom KI-Konkurrenten Anthropic ab, indem es seine Modelle und Coding-Werkzeuge mit deutlichen Preisnachlässen anbietet. Das berichtet The Information unter Berufung auf Insiderinformationen. Anthropic steht laut diversen Berichten vor dem Börsengang.

Wie The Information unter Berufung auf Unternehmenschefs und mit Verträgen vertraute Personen berichtet, habe zum Beispiel die Softwareentwicklungsplattform Replit den Großteil ihres KI-Budgets von Anthropic zu OpenAI verschoben. OpenAI hatte angeblich zuvor einen Preisnachlass von mehr als 30 Prozent auf seine Modelle angeboten, bei einem Jahresvertrag im Volumen von angeblich über 100 Millionen US-Dollar. Anthropic habe einen zuvor gewährten Rabatt nur verlängern wollen, wenn Replit sich zu höheren Ausgaben verpflichte.

Auch andere Unternehmen wechselten wohl aus Kostengründen zu OpenAI. So hätten sich laut The Information zum Beispiel die Nutzungsanteile der beiden KI-Unternehmen beim HR-Softwareanbieter Rippling binnen weniger Monate umgekehrt. Im Mai 2026 erledigten Anthropic-Modelle nach Angaben von Rippling-Chef Parker Conrad noch 57 Prozent der Coding-Arbeit mehrerer hundert Entwickler, OpenAI kam auf 16 Prozent. Nach einer Umstellung zur Kostensenkung läge OpenAI nun bei 52 Prozent, Anthropic bei 18 Prozent.

Grundsätzlich gewähren beide Unternehmen Rabatte. Anthropic scheint sie jedoch sehr rigide zu beenden, sobald die vertraglich vereinbarten Nutzungskontingente der Kunden aufgebraucht sind. Neben dem Konkurrenten OpenAI muss sich das Unternehmen aktuell mit dem Verlust beziehungsweise der Nutzungsdrosselung bei wichtigen Kunden wie dem Pentagon, Meta und Microsoft auseinandersetzen.

Für Anthropic könnte es bald tatsächlich an die Börse gehen. Die Berichte mehren sich, dass es im November so weit sein könnte. Am Montag veröffentlichte das Unternehmen seinen Börsenantrag bei der US-Börsenaufsicht.

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