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Friday, September 25, 2026

Immer mehr Haushalte beziehen Wohngeld

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Mehrfamilienhäuser in Berlin-Kreuzberg

Zahlen auf Rekordhoch Immer mehr Haushalte beziehen Wohngeld

Stand: 25.09.2026 • 11:39 Uhr

Die Bundesregierung will beim Wohngeld kürzen. Gleichzeitig steigt der Bedarf: Noch nie war die Zahl an Haushalten, die Wohngeld beziehen, so hoch wie Ende des vergangenen Jahres. Auch der Betrag stieg auf ein neues Hoch.

In Deutschland ist die Zahl der Haushalte, die Wohngeld beziehen, auf ein Rekordhoch gestiegen. Laut Statistischem Bundesamt erhielten Ende 2025 bundesweit rund 1,3 Millionen Haushalte die Leistung. Das waren 7,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und so viele wie noch nie seit Beginn der Datenerfassung 2005.

Mit Blick auf die Gesamtzahl aller privaten Haushalte in Deutschland bezogen demnach 3,2 Prozent die staatliche Unterstützung. Die Ausgaben des Staates für die Leistung beliefen sich Ende 2025 auf rund 4,99 Milliarden Euro - ein Plus von 6,4 Prozent binnen Jahresfrist und ebenfalls der höchste Wert seit gut 20 Jahren.

Die Kosten für das Wohngeld tragen Bund und Länder jeweils zur Hälfte. Um die Kosten für das Wohngeld zu senken, plant die Bundesregierung eine Reform. Sollten die geplanten Maßnahmen greifen, könnte die Leistung für rund ein Drittel der derzeit beziehenden Haushalte wegfallen.

Die aktuellen Anstiege ergeben sich aus der gesetzlich vorgeschriebenen turnusmäßigen Anpassung des Wohngeldanspruchs an die allgemeine Preis- und Mietpreisentwicklung. Dadurch stieg auch der durchschnittliche monatliche Anspruch pro Haushalt. Ende des vergangenen Jahres lag er bei 296 Euro und damit um 3,1 Prozent höher als Ende 2024.

Vor allem Ruheständler und Familien bekommen Wohngeld

Laut Statistischem Bundesamt bezogen vor allem alleinstehende Personen im Ruhestand und Familien die Sozialleistung. In rund der Hälfte der Empfängerhaushalte seien Ende 2025 Rentnerinnen und Rentner sowie Pensionärinnen und Pensionäre die Person mit dem Haupteinkommen gewesen. MIt 85 Prozent war die große Mehrheit von ihnen alleinstehend. In 39 Prozent der Fälle handelte es sich um Haushalte, in denen auch Kinder und junge Menschen unter 25 Jahren leben.

Deutliche Unterschiede gibt es zwischen den Bundesländern. Der Anteil der Wohngeldhaushalte an allen Haushalten war mit 5,8 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern am höchsten und mehr als dreimal so hoch wie in Bayern. Dort bezogen mit 1,9 Prozent der Privathaushalte anteilig die wenigsten Haushalte Wohngeld.

Im regionalen Vergleich verzeichnete Schleswig-Holstein im Jahresvergleich mit 12,9 Prozent den höchsten prozentualen Anstieg an beziehenden Haushalten. Am schwächsten sei der Anstieg in Berlin mit 1,7 Prozent gewesen, teilte das Bundesamt mit.

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