Historische Pleitenserie: Türkei-Star: "Haben ein ganzes Land enttäuscht"

Wenige Monate nach der Weltmeisterschaft 2026 liegt der türkische Fußball am Boden. Trainer Montella versucht es nach vier Pleiten in Folge mit Durchhalteparolen, die Presse ist aggressiv und ein Angreifer spricht über das Versagen der Nationalmannschaft.
Vincenzo Montella ließ sich weder von der historischen Niederlagenserie der Türkei, noch von den Rufen gegen ihn beirren. "Auch wenn das Ergebnis nicht unseren Vorstellungen entspricht, werden wir diese Erfahrungen nutzen, um uns weiterzuentwickeln", versicherte der Coach mit Blick auf die 1:3 (0:1)-Pleite in Italien in der Nations League. Obwohl die Ergebnisse nicht wie gewünscht ausgefallen seien, habe man "definitiv eine Zukunft, der wir hoffnungsvoll entgegensehen können". Die türkische Presse äußerte sich nach der vierten Niederlage in Folge weniger optimistisch.
"Selbst wenn wir 44 Spiele gespielt hätten, hätten wir sie wohl alle verloren", schrieb die "Hürriyet" nach den Pleiten gegen Frankreich (0:1), Italien (1:4 und 1:3) und in Belgien (0:3): "Man kann ein Spiel verlieren, aber man braucht eine Identität und einen klar definierten Spielstil." Die türkische Mannschaft wirke hingegen "sehr unorganisiert".

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Vierte Niederlage: Türkei geht auch in Bologna unter
Eine Niederlagenserie epischen Ausmaßes
Seit 1988 hat die Türkei nicht mehr vier Spiele in Folge verloren. Montella hatte bereits nach dem frühen WM-Aus in der Gruppenphase im Sommer in der Kritik gestanden, auch während des Duells mit Italien hallten "Montella, tritt zurück!"-Rufe durch das Stadion in Bologna.
Er spüre "die Unterstützung und Zuneigung", die ihm und den Spielern entgegengebracht werde, immer noch, betonte Montella jedoch. Im Stadion gebe es manchmal Reaktionen, "aber egal, wohin wir gehen, hinter uns steht eine ganze Armee", erklärte der Italiener auf der Verbandshomepage.
"Wir sind wirklich sehr enttäuscht. Wir haben unser Land in dieser Phase im Stich gelassen, und dessen sind wir uns voll und ganz bewusst", zitierte "Fanatik" Stürmer Yunus Akgün. Die Mannschaft sei derzeit "in einer schwierigen Situation". Doch "so wie wir unser Land in der Vergangenheit stolz gemacht haben, werden wir alles in unserer Macht Stehende tun, um es wieder stolz zu machen", betonte der Galatasaray-Profi. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich in der Nations League am 12. November gegen Belgien und drei Tage später in Frankreich.
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