Frankreich – Schülerproteste weiten sich aus – Hunderte Schulen geschlossen

- Seit Tagen gehen Schülerinnen und Schüler in Frankreich auf die Strasse, um mehr Geld für Bildung einzufordern.
- Vielerorts eskalieren die Proteste.
- Laut dem französischen Bildungsminister mussten bereits rund 400 Schuleinrichtungen geschlossen werden.
Auch nach Tagen gehen die teils gewaltsamen Schulproteste in Frankreich weiter. Die Regierung versucht derweil, die Lage in den Griff zu bekommen.
Bildungsminister Édouard Geffray will mit Vertretern von Schülern und Studierenden zusammenkommen, um über deren Forderungen zu sprechen. Justizminister Gérald Darmanin droht hingegen, dass Eltern für die durch ihre Kinder bei den Demonstrationen entstandenen Schäden zahlen sollten.
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Bild 1 von 5. Brennende Strassenbarrikaden nahe Paris. Bildquelle: REUTERS/Sarah Meyssonnier.
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Bild 2 von 5. Feuerwehrkräfte versuchen, die Brände zu löschen. Bildquelle: REUTERS/Sarah Meyssonnier.
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Bild 3 von 5. Vermummte Demonstranten in der Nähe des Lycée Berthelot in Aubervilliers bei Paris fordern ein Handeln von der Politik. Bildquelle: REUTERS/Sarah Meyssonnier.
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Bild 4 von 5. Die Polizei geht hart gegen die Demonstranten vor. Bildquelle: AP Photo/Aurelien Morissard.
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Bild 5 von 5. Tausende Menschen wurden bereits festgenommen. Bildquelle: REUTERS/Sarah Meyssonnier.
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An mehr als 500 Schulen gingen die Proteste Berichten zufolge weiter. Dabei kam es am Rande erneut zu Gewalt. Im ostfranzösischen Belfort wurde ein Polizist demnach brutal angegriffen. Nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez laufen Ermittlungen zu versuchter Tötung.
Geffray zufolge sollten heute Freitag, rund 400 Gymnasien geschlossen bleiben und stattdessen Fernunterricht anbieten. Im Umfeld der geschlossenen Schulen wurden Medienberichten zufolge Demonstrationen verboten.
Proteste auch an Universitäten
Seit Tagen machen Schülerinnen und Schüler an Frankreichs Gymnasien ihrem Ärger über marode Schulgebäude und zu wenig Lehrpersonal Luft. Mittlerweile wird auch an Universitäten demonstriert.
Immer wieder kam es bei den Protesten auch zu Ausschreitungen. Dem Innenministerium zufolge schlagen die Proteste in «städtische Unruhe» um. Einsatzkräfte würden angegriffen, Brände gelegt und Zerstörung angerichtet. Tausende Menschen wurden festgenommen.
Schülervertreter distanzieren sich von Gewalt
Vertreter der Gymnasiasten haben sich von der Gewalt distanziert. «Es gibt Szenen der Gewalt, die absolut widerlich sind», sagte Nathanaël Combray von der Organisation «Renouveau Lycéen» nach einem Gespräch mit Bildungsminister Édouard Geffray. Combray rief die Gymnasiasten dazu auf, sich verantwortungsvoll zu verhalten.
Sie sollten sich keiner Bewegung anschliessen, die der eigenen Sache schade, sagte Combray mit Blick auf Unruhestifter. Louis Letoublon von der Organisation «Les Lycéens» sagte, die Taten würden nicht von Gymnasiasten, sondern von externen Personen begangen.
Die Schülervertreter riefen gleichzeitig dazu auf, weiter zu protestieren. Auch Ryad Rani von der Gewerkschaft USL rief zu weiterem Protest auf. Konkrete Ankündigungen bei dem Treffen mit Schülervertretern habe es vom Minister nicht gegeben, sagte er. Man werde deshalb nicht lockerlassen.
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