Kopf-an-Kopf-Rennen vor Wahl: SPD rückt in Mecklenburg-Vorpommern an AfD heran

Kopf-an-Kopf-Rennen vor WahlSPD rückt in Mecklenburg-Vorpommern an AfD heran
16.09.2026, 10:53 Uhr

Wenige Tage vor der Landtagswahl schmilzt der Vorsprung der AfD in Mecklenburg-Vorpommern. Laut einer neuen Umfrage trennen die Rechtsaußen-Partei nur noch zwei Prozentpunkte von den Sozialdemokraten. Für die CDU zeichnet sich dagegen ein historischer Tiefstand ab.
Vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag holt die SPD von Ministerpräsident Manuela Schwesig einer Umfrage im Auftrag der "Bild"-Zeitung zufolge weiter auf. Nach der repräsentativen Insa-Umfrage kommt die AfD auf 37 Prozent. Die SPD legt erneut zu und erreicht 35 Prozent. Die weiteren Parteien folgen demnach mit großem Abstand. Die Linke kommt auf 10 Prozent. Die CDU steckt weiter bei nur 7 Prozent fest - ähnlich wie in kürzlich veröffentlichten Umfragen anderer Meinungsforschungsinstitute. Es wäre ihr schlechteste Ergebnis bei einer Landtagswahl seit Gründung der Bundesrepublik.
Die Grünen kämen der Umfrage zufolge mit 5 Prozent gerade über die Fünfprozenthürde. Das BSW würde mit 3 Prozent den Einzug in den Landtag verpassen.
Bei der Landtagswahl 2021 waren die Sozialdemokraten mit 39,6 Prozent noch stärkste Kraft geworden. Die AfD kam damals auf 16,7 Prozent, die CDU auf 13,3, die Linke auf 9,9, die Grünen auf 6,3 und die FDP auf 5,8 Prozent der Stimmen. Schwesig regiert das Land seither zusammen mit den Linken. Der Umfrage zufolge wäre eine rot-rote Koalition nicht mehr möglich. Gemeinsam mit den Grünen könnten die bisherigen Regierungsparteien aber rechnerisch weiterregieren. Für eine AfD-Alleinregierung würde es nicht reichen.
Das Institut hatte im Zeitraum von 8. bis 15. September 1000 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ab 16 Jahren online befragt. Es gibt die Fehlertoleranz mit plus/minus 3,1 Prozentpunkten an.
CDU bei allen Umfragen im Keller
In einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der ARD kam die SPD in Mecklenburg-Vorpommern jüngst auf 33 Prozent hinter der AfD mit 38 Prozent. Die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF sah die SPD bei 34 Prozent und die AfD bei 37 Prozent. In beiden Umfragen lag die CDU ebenfalls bei 7 Prozent. Die Linkspartei kam bei Infratest dimap auf 9 und bei der Forschungsgruppe Wahlen auf 10 Prozent. Die Grünen lagen in beiden Umfragen bei 5 Prozent, das BSW bei 4 Prozent.
Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungen die Gewichtung der erhobenen Daten. .
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