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Wednesday, October 14, 2026

Starlink und Intel gedrosselt: Lässt Trump Kiew jetzt hängen?

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  • Die USA schränken laut «Financial Times» ihre Unterstützung für die Ukraine ein, obwohl Russland weiter angreift.
  • Seit Trumps «Waffenstillstand» vom 11. Oktober berichten ukrainische Verbände von Starlink-Drosselungen.
  • Die US-Regierung soll zudem keine Geheimdienstinfos mehr liefern, was Trump bestreitet.

Langsam aber sicher kommt der Winter: Während auch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew derzeit noch vergleichsweise laue Temperaturen herrschen, dürfte es im kriegsgebeutelten Land bald wieder deutlich kälter werden. Damit beginnt für die Bevölkerung ein mittlerweile bekanntes Leiden: Durch russische Luftschläge auf die Energieinfrastruktur kommt es immer wieder weitflächig zu Stromausfällen und Heizproblemen.

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Zeitweise gab es verhaltene Hoffnung, dass der kommende Winter anders wird: Am 11. Oktober verkündete US-Präsident Trump, dass sich Russland und die Ukraine zu einem Energie-Waffenstillstand bereiterklärt hätten, der ab sofort gelte.

So reagierten die Ukraine und Russland

Beide Länder wussten im Vorfeld nichts davon – reagierten aber grundlegend verschieden: Selenski sagte noch am selben Abend, dass man Angriffe auf russische Raffinerien und andere Anlagen aussetzen werde und darauf zähle, dass Russland das Gleiche tue. Bestätigte Berichte über ukrainische Angriffe auf russische Energieziele gibt es seither nicht mehr.

Russland führt seine Angriffe derweil unverändert weiter: Noch am gleichen Abend von Trumps Ankündigung wurde ein Kraftwerk in Charkiw getroffen, seither gab es nach Angaben von Reuters mindestens sechs weitere Angriffe auf ukrainische Energieziele, darunter auch ein Wärmekraftwerk in Kiew.

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Angesichts dieses einseitigen Waffenstillstandes könnte erwartet werden, dass die Vereinigten Staaten den Druck auf Russland erhöhen oder die Ukraine stärker unterstützen – das Gegenteil scheint aber der Fall zu sein.

Wie die «Financial Times» berichtet, kommt es zu massiven Einschränkungen beim Starlink-System, das für die Steuerung von Aufklärungs-, Abfangs- und Angriffsdrohnen eine Schlüsselrolle spielt. Derweil liefert die US-Regierung offenbar auch keine Geheimdienstinfos mehr, was für die Wintermonate verheerende Folgen haben könnte.

Starlink: Stecken Musk oder Trump hinter der Drosselung?

In den Tagen seit Trumps «Waffenruhe»-Post berichten immer mehr ukrainische Verbände von einschneidenden Geschwindigkeitsproblemen bei Starlink, wie die «Financial Times» berichtet. Demnach bricht bei Geschwindigkeiten über 160 Stundenkilometern das Signal ab, andere Einheiten berichten sogar von Verbindungsverlusten ab Geschwindigkeiten von etwa 60 Kilometern pro Stunde.

Für viele Einsatzbereiche sind die Drohnen-Piloten auf stabile Signale auch bei höheren Geschwindigkeiten angewiesen. Unklar ist derzeit, wer hinter den Drosselungen steckt: Während einige ukrainische Offizielle vermuten, dass Elon Musks Starlink-Firma von der Trump-Regierung angewiesen wurde, die Geschwindigkeit der Terminals zu drosseln, gibt es auch Berichte über Geschwindigkeitseinschränkungen bei Starshield.

Der militärische Starlink-Ableger wird etwa zur Steuerung von Einweg-Angriffsdrohnen verwendet und vom US-Kriegsministerium kontrolliert. Dass die Drosselungen auch diese Systeme betreffen, deutet laut Experten auf ein direktes Involvement der Trump-Regierung hin.

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Geheimdienst-Infos: Trump verneint Stopp

Derweil soll die US-Regierung seit Beginn der einseitigen Waffenruhe die ukrainischen Truppen auch nicht mehr mit Geheimdienstinfos zu bevorstehenden russischen Angriffen beliefern. «Zum zweiten Mal haben uns die Amerikaner nicht über den Start russischer Raketen informiert, als unser Energiesektor attackiert wurde», berichtet ein ranghoher Vertreter der ukrainischen Regierung gegenüber AFP am Mittwoch.

Die USA bestreiten, die Ukraine bezüglich russischer Angriffe seit Neuestem im Dunkeln zu lassen. «Wir helfen ihnen, wir teilen Geheimdienstinfos. Wir wollen, dass der Krieg endet», sagte Donald Trump am Samstag. Der US-Präsident soll zuvor dem Nato-Generalsekretär Mark Rutte auch versichert haben, dass die USA der Ukraine weiterhin Geheimdienstinfos liefern, sagte Rutte zuletzt in Estland. Auch seitens der EU-Länder gibt es bislang keine Bestätigung, dass die USA das Teilen der Geheimdienstinfos gestoppt haben.

Beschäftigt dich oder jemanden, den du kennst, der Krieg in der Ukraine?

Hier findest du Hilfe für dich und andere:

Beratungsangebot (Deutsch, Ukrainisch, Russisch), von Pro Juventute

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Anmeldung und Infos für Gastfamilien:

Benedikt Hollenstein

Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.

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