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Wednesday, October 21, 2026

Zweiter wagt sich aus Deckung: Nationalrat Wyssmann kandidiert

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Parmelin-Nachfolge

Zweiter wagt sich aus Deckung: Nationalrat Wyssmann kandidiert

Seitdem Céline Amaudruz ihre Kandidatur bekanntgab, kamen seitens der SVP-Favoriten nur Absagen. Nun wirft ein zweiter seinen Namen in den Ring: Der Solothurner Nationalrat Rémy Wyssmann.

Christof Vuille

Christina Pirskanen

Rémy Wyssmann kandidiert für den Bundesrat – die Medienkonferenz.20 Minuten

Darum gehts

  • Bisher war es ruhig um Kandidaturen für den frei werdenden Bundesratssitz von Guy Parmelin.
  • Knapp eine Woche lang war die Genferin Céline Amaudruz die einzige offizielle Kandidatin.
  • Am Mittwoch gesellt sich nun eine zweite Kandidatur hinzu: Der Solothurner SVP-Nationalrat Rémy Wyssmann kandidiert ebenfalls für die Landesregierung.
  • Um 11 Uhr will er über seine Bundesratsambitionen informieren – 20 Minuten berichtet live.

Deine Meinung zählt

21.10.2026

Mi 11:10

Warum er jetzt kandidiere

Für den Schweizer Mittelstand gehe die Rechnung aufgrund hoher Stromkosten, Prämien und Mieten nicht mehr auf. Wyssmann habe sich bei Volksabstimmungen für tiefere Staatsschulden und für bezahlbare Lebenskosten der Bevölkerung engagiert.

Zudem sei auch Europa unsicher geworden – «schneller als unsere Armee mitgekommen ist». Auch in der Asylpolitik laufe nicht alles rund.

Nicht zuletzt kritisiert Wyssmann auch die neuen Verträge mit der EU scharf. «Ich habe mich persönlich sehr stark in die EU-Verträge vertieft und kenne sie gut. Sie gefährden, einmal mehr, unsere Institutionen.»

21.10.2026

Mi 11:10

Grosses Medieninteresse in Solothurn

Das Interesse an Wyssmanns Kandidatur ist gross, entsprechend auch der Aufmarsch der Medienschaffenden. Der Raum für die Pressekonferenz ist gar etwas klein geraten.

Rémy Wyssmann hält seine Pressekonferenz in einem Hotel direkt beim Bahnhof Solothurn. Das Medieninteresse ist gross.

Rémy Wyssmann hält seine Pressekonferenz in einem Hotel direkt beim Bahnhof Solothurn. Das Medieninteresse ist gross. 20min/vuc

21.10.2026

Mi 11:08

Wyssmann: «Staatskritischer Rechtsanwalt»

Das Amt als Bundesrat sei kein Preis für eine zurückgelegte Laufbahn, so Wyssmann. Es sei ein Dienst an das Land und der Bevölkerung. «Ich setze mich als staatskritischer Rechtsanwalt seit dreissig Jahren und als Politiker seit zehn Jahren mit aller Kraft dafür ein, die Institutionen unseres Landes wieder so zu gestalten, dass sie den Bürgern dieses Landes dienen und nicht sich selbst», so der Nationalrat.

21.10.2026

Mi 11:06

Ambitionserklärungen auf Französisch

Wyssmann zählt auf, weshalb er Bundesrat werden sollte – auf Französisch.

Erstens kandidiere er mit «einem einzigen» Ziel: Er wolle den Bürgerinnen und Bürgern das Vertrauen in die Institutionen zurückgeben. Zweitens fordere er kein bestimmtes Departement – sondern könne jedes übernehmen.

Drittens: Er sei 59 Jahre alt und könne zwei vollständige Legislaturperioden arbeiten. «Ich kann vom ersten Tag an mein ganzes Engagement einbringen.» Als vierter Punkt betont Wyssmann, dass der freiwerdende Sitz der Romandie gehört habe. «Ich nehme das ernst», so der Solothurner. Er verpflichte sich, auf Französisch zu arbeiten – «und nicht nur auf Französisch Hallo zu sagen».

Zudem habe er kein Mandat in einem Verwaltungsrat, einer Stiftung, einem Unternehmen oder Verband. «Ich würde diese Funktion antreten, ohne irgendetwas aufgeben zu müssen.» Und zuletzt weist Wyssmann daraufhin, dass er in den vergangenen Jahren gezeigt habe, dass er Mehrheiten gewinnen könne.

21.10.2026

Mi 11:03

Entspannter Wyssmann vor der Pressekonferenz

Für die Ankündigung seiner Kandidatur hat Wyssmann das Hotel H4 direkt beim Bahnhof Solothurn ausgewählt. Schon eine halbe Stunde vor der Pressekonferenz stand Wyssmann locker vor dem Saal und begrüsste alle anwesenden Medienschaffenden persönlich. Nervosität liess er sich dabei keine anmerken.

21.10.2026

Mi 11:02

Nun spricht Rémy Wyssmann

Der Nationalrat ehrt zu Beginn Guy Parmelin. «Er hat das Amt als besonnener Staatsmann geführt, im Sinne der SVP und im Sinne unseres Landes.» Und fügt an: «Ich bewerbe mich um diesen Sitz.»

21.10.2026

Mi 11:01

Die Medienkonferenz beginnt

Zuerst spricht Pascal Jacomet, Kantonsrat und Sekretär der SVP Kanton Solothurn. Er erklärt, dass sich die Kantonalpartei vergangene Woche einstimmig dazu entschlossen habe, Rémy Wyssmann für den Bundesrat zu nominieren.

Neben Wyssmann würden später auch alt Kantonsrätin und Vizepräsidentin der SVP Kanton Solothurn, Christine Rütti, Kantonsrätin Diana Stärkle sowie Lukas Wilhelm, Präsident der Jungen SVP Kanton Solothurn, sprechen.

21.10.2026

Mittwoch

Solothurner Rémy Wyssmann will in den Bundesrat

Nach Céline Amaudruz wagt sich jetzt der Zweite aus der Deckung: Mit Rémy Wyssmann aus Solothurn folgt die erste Deutschschweizer Kandidatur.

Der 59-Jährige ist erst seit drei Jahren im Nationalrat, neben der Politik ist er als Rechtsanwalt in seiner eigenen Kanzlei tätig. Vor seinem Sprung nach Bundesbern war er seit 2016 Gemeinderat von Kriegstetten und parallel dazu seit 2017 Kantonsrat.

Eine Beschwerde von Wyssmann führte dazu, dass das Bundesverwaltungsgericht Anfang Jahr die vollständige Offenlegung der Covid-Impfstoffverträge anordnete. Das Bundesamt für Gesundheit musste die Verträge daraufhin ungeschwärzt veröffentlichen.

Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.

Christof Vuille (vuc) leitet seit 2023 das Ressort Politik und ist Mitglied der Redaktionsleitung. Er berichtet für 20 Minuten nah am Puls der Bundespolitik.

Christina Pirskanen (pir) arbeitet seit 2022 für 20 Minuten. Sie ist seit Januar 2026 stv. Leiterin des Ressorts Politik.

View the original on 20 Minuten →

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