The Daily Newsstand · Free, Always
Saturday, October 31, 2026

Rappi wird in Davos ein Tor geklaut

Translate

Schiris wenden Regel nicht an

Rappi wird in Davos ein Tor geklaut

Kurz bevor er von HCD-Rumpler Lemieux in die Bande gecheckt wird, spediert Lakers-Captain Dünner den Puck noch in den verlassenen Davoser Kasten. Doch die Refs pfeifen das Spiel ab, weil sie eine Prügelei oder Verletzung befürchten.

Publiziert: vor 17 Minuten

RMS_Portrait_AUTOR_413.JPG

Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Es sind turbulente letzte 76 Sekunden im Duell zwischen Davos und Rappi. Die Lakers führen 3:2 und wehren sich gegen den aufgekommenen Dauerdruck der Bündner. HCD-Trainer Josh Holden ersetzt seinen Goalie Sandro Aeschlimann durch einen zusätzlichen Feldspieler, die Davoser wirbeln in der SCRJ-Zone. Captain Dünner kommt nach einem Zadina-Hammer im Rund an den Puck und spediert ihn Richtung verlassenes HCD-Gehäuse – just bevor ihn Brendan Lemieux in die Bande checkt.

Es sind wegweisende Sekunden für die Partie: Head-Schiedsrichter Daniel Piechaczek hebt die Hand und unterbricht das Spiel. Wohl weil sie befürchten könnten, dass sich a) Dünner verletzt hat, oder b) eine Prügelei ausbricht. Jedenfalls liegt der Fokus aller Refs nur auf der Szenerie um HCD-Rumpler Lemieux. Dass Dünners Schuss jedoch auf der anderen Seite des Feldes im Tor gelandet ist, ohne dass irgendein Bündner die Chance gehabt hat, dies zu verhindern, geht in diesem Moment unter.

0:41

Schiri-Experte Wehrli erklärt:Darum zählt Rappis Tor nach dem Lemieux-Foul nicht

Klar ist: Der SCRJ-Captain hat sich nicht verletzt, denn er rappelt sich sofort hoch und weist die Refs darauf hin, dass der Puck im Tor gelandet ist. Davon sind sie offenbar unbeeindruckt. Sie schauen sich zwar die Wiederholung an, jedoch nur des Checks. Sie schicken Lemieux, gegen den mittlerweile ein Verfahren eröffnet worden ist, unter die Dusche. Die Lakers sind im Powerplay von der Rolle – der Shorthander von Filip Zadina zum 3:3 rettet den HCD in die Verlängerung, und im Penaltyschiessen sichern die Ausländer Zadina, Adam Tambellini und Joseph Blandisi den Zusatzpunkt.

5:14

HCD – SCRJ Lakers 4:3 n.P.Zadina-Shorthander ins HCD-Glück

Dabei hätte es gar nicht er so weit kommen dürfen. Denn Dünners Treffer wäre regulär gewesen und hätte das 4:2 bedeutet. Der Grund: Die Regel «Continuous Play» (fortlaufendes Spiel) besagt, dass ein Tor trotz eines zu früh ertönten Pfiffs des Schiris anerkannt werden kann. Als «Continuous Play» wird angesehen, wenn der Puck im Rahmen einer ununterbrochenen, bereits eingeleiteten Schuss- oder Spielbewegung trotzdem direkt danach über die Torlinie gleitet. In einem solchen Fall hätten die Refs auch die Handhabe, dies auf dem Video zu überprüfen (Regel 31.2). Doch die Head-Refs Piechaczek und Roland Gerber tun es nicht. Bei den Lakers hält sich das Verständnis dafür in Grenzen. Denn ihnen ist ein Tor geraubt worden und möglicherweise so auch zwei wichtige Punkte.

Noch näher dran an deinem National-League-Klub

Folge jetzt deinem Lieblingsklub in der National League. So erhältst du auf dich zugeschnittene Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!

Folge jetzt deinem Lieblingsklub in der National League. So erhältst du auf dich zugeschnittene Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!

Mannschaft

SP

TD

PT

1

ZSC Lions

ZSC Lions

17

33

44

2

HC Ambri-Piotta

HC Ambri-Piotta

17

3

30

3

Genève-Servette HC

Genève-Servette HC

18

-7

29

4

SCL Tigers

SCL Tigers

19

10

29

5

SC Bern

SC Bern

16

6

28

6

HC Fribourg-Gottéron

HC Fribourg-Gottéron

18

13

27

7

EV Zug

EV Zug

12

15

25

8

Lausanne HC

Lausanne HC

19

-11

24

9

EHC Biel

EHC Biel

17

-2

23

10

HC Davos

HC Davos

18

-9

23

11

HC Lugano

HC Lugano

17

-5

22

12

HC Ajoie

HC Ajoie

18

-8

22

13

SC Rapperswil-Jona Lakers

SC Rapperswil-Jona Lakers

18

-17

19

14

EHC Kloten

EHC Kloten

18

-21

18

View the original on Blick →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.