Tessiner Traumstart geht weiter: Jetzt mischt sich auch noch ein Beckham unter die Lugano-Party
Tessiner Traumstart geht weiter
Jetzt mischt sich auch noch ein Beckham unter die Lugano-Party
Jubel, Trubel, Heiterkeit in Lugano. Jedes Spiel ist ein Volksfest. Es wird getanzt. Es wird gewonnen. Ein Spieler namens Beckham gibt sein Startelf-Debüt, und bald wartet die Conference-League-Ligaphase im neuen Stadion. Fehlt eigentlich nur noch der Meistertitel.
Publiziert: vor 14 Minuten
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- FC Lugano ist wettbewerbsübergreifend seit 17 Spielen ungeschlagen
- Trainer Croci-Torti setzt David Beckham erstmals von Beginn weg ein
- 22 Punkte nach 8 Runden: bester Super-League-Saisonstart seit acht Jahren
Alain KunzReporter Fussball
Derjenige, der an diesem wunderschönen Tessiner Spätsommertag am sichersten war, ist der gedemütigte Trainer des Gegners, des FC St. Gallen. «Wenn Mattia Croci-Torti nicht alles falsch macht, heisst der nächste Meister Lugano», sagt Enrico Maassen (42), der sich mit dem Tessiner Übungsleiter bestens versteht. «Darauf trinke ich gerne ein Bier», witzelt Croci-Torti (44), allmählich auch auf die Meisterschiene aufspringend. «Wir waren letzte Saison Dritte. Da wollen wir uns doch verbessern. Und viele Optionen nach oben gibt es nicht.»
Einerseits ist Croci-Torti Mahner, der sagt, man müsse mit beiden Füssen auf dem Boden bleiben. Andererseits aber auch forscher Forderer, und dies durchaus in einem Brustton felsenfester Überzeugung. «Wir wollen weiter Signale an die Konkurrenz aussenden, dass wir alle Spiele gewinnen wollen. Vor allem die Heimspiele. Aber: Wir sind nicht alleine. Es gibt andere Teams, die auch Meister werden können. Mit diesem Druck müssen wir fortan leben können.» Man merke: auch!
Dass es aber viel zu früh sei, schon daran zu denken, etwas Wichtiges erreicht zu haben, veranschaulicht der Mister mit vergangenen Zeiten unter seiner Ägide. «Wir waren auch schon Herbstmeister und sind danach eingebrochen.» 2024 war das. Am Ende schaute gar nur Platz 5 heraus.
Doch die Zahlen sind diesmal herausragender als damals. Wettbewerbsübergreifend ist der FC Lugano nun seit 17 Spielen ungeschlagen, womit Croci-Torti den Rekord von Maurizio Jacobacci eingestellt hat. 22 Punkte nach acht Runden ist der beste Saisonstart seit acht Jahren, seit dem grossen bösen YB, das alles niederrang.
Und nach 410 Spielen in der Super League hat Lugano erstmals in der ersten Halbzeit mit vier Toren Differenz geführt. Da heisst es schon: sehr warm anziehen, Sion, YB und allenfalls Basel!
Viele Verletzte, dennoch sind Top-Namen nur Ersatz
Ebenso furchteinflössend ist die Tessiner Ersatzbank. Da fehlen Leitwolf Renato Steffen, Stammgoalie David von Ballmoos, Knipser Kevin Behrens und Linksverteidiger Martim Marques. Und dennoch sind Hannes Delcroix, Albian Ajeti, Mattia Zanotti, Ezgjan Alioski und Dereck Moncada bloss Ersatz.
Stattdessen bringt Croci-Torti zur Abwechslung Beckham Castro erstmals von Beginn weg, den 23-jährigen Kolumbianer, der mit vollem Namen Beckham David Castro Espinosa heisst. «David Beckham hat gespielt, weil ich von ihm überzeugt bin», führt Croci-Torti aus. «Damit bin ich keine Wette eingegangen, das war kein Risiko, sondern eine ganz natürliche Wahl, um den Ausfall von Renato zu kompensieren. Zuletzt hat er im Februar in Kolumbien über 90 Minuten gespielt. Bei uns hat er gearbeitet wie ein Verrückter. Jetzt ist David Beckham bereit.»
Und wie! In der vierten Minute checkt er frech den Kasten Jozo Stanic weg. Okay, das war ein Foul, aber wenn man es nicht probiert, hat man auch keine Chance, auf einen Schiedsrichter zu treffen, der das dann anders sieht als Luca Cibelli. Und dann zirkelt David Beckham den Ball stinkfrech in Zigis weite Ecke.
«Beckham. Einfach Beckham.»
Aber wie heisst der Typ denn nun? Echt jetzt David Beckham? «Ja», bestätigt Croci-Torti. «David Beckham Castro. Wir nennen ihn Beckham. Einfach Beckham.»
Zur guten Laune in Lugano gesellt sich auch eine Portion Verrücktheit und Extravaganz. Dieser FC Lugano und sein Coach sind in jeder Hinsicht wohltuend.
2:24
Hunziker-Ärger über Schiri:«Klares Foul – sogar der VAR hats gesehen»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 8 | 16 | 22 | |
2 | FC Sion | 8 | 9 | 18 | |
3 | BSC Young Boys | 8 | 12 | 16 | |
4 | FC Basel | 8 | 2 | 13 | |
5 | Servette FC | 8 | -1 | 10 | |
6 | FC St. Gallen | 8 | -5 | 10 | |
7 | FC Zürich | 8 | -6 | 10 | |
8 | FC Luzern | 8 | -5 | 9 | |
9 | Grasshopper Club Zürich | 8 | -7 | 8 | |
10 | FC Thun | 8 | -9 | 7 | |
11 | FC Vaduz | 8 | -2 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 8 | -4 | 6 |
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.