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Tuesday, September 29, 2026

Abkühlung von Hündin während Hitzewelle kostet Halter 500 Franken

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  • Ein Labradoodle-Halter in Genf erhält eine Busse von 500 Franken, weil seine Hündin kurz im Genfersee schwimmen durfte.
  • Die vierjährige Hündin Gigi war während einer Hitzewelle an der Plage des Eaux-Vives für wenige Minuten ins Wasser gelassen worden.
  • In Genf ist Hunden der Zugang zu öffentlichen Stränden grundsätzlich verboten – eine Ausnahme gilt nur in Genthod.

Ein kurzer Aufenthalt im Wasser hat für die Halter einer Labradoodle-Hündin in Genf eine Busse von insgesamt 500 Franken zur Folge. 400 Franken wegen eines Verstosses gegen das Zugangsverbot für Hunde an untersagten Orten sowie wegen fehlender Leinenführung. Hinzu kommen 100 Franken Gebühren, wie «Tribune de Genève» berichtet.

Die vierjährige Hündin Gigi war an einem frühen Morgen Ende Juni an der Plage des Eaux-Vives ins Wasser gelassen worden. Die Halterin erklärte, ihr Mann habe das Tier während der Hitzewelle am Anfang des Sommers nur wenige Minuten abkühlen lassen. Der Hund sei nicht am Strand herumgelaufen, zudem sei niemand vor Ort gewesen. Zwei Stadtpolizisten hätten ihren Mann jedoch kontrolliert. Die Halterin erhob Einsprache gegen die Busse.

Kritik an Genfer Vorschriften

In Genf dürfen Hunde öffentliche Bäder und Strände grundsätzlich nicht betreten, sofern keine besonderen Regelungen oder Beschilderungen bestehen. Am Genfersee besteht lediglich in Genthod eine entsprechende Möglichkeit.

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Der Präsident der Interessenvertretung für Hundehalter in Genf, Manuel Alonso Unica, kritisierte die Vorschriften als zu restriktiv. Für ihn grenze das an «Tierquälerei», sagt er gegenüber der «Tribune de Genève». Hunde müssten sich bei grosser Hitze abkühlen können. Er verwies zudem darauf, dass Hunde im Kanton ausserhalb des Rhoneufers kaum Zugang zu Wasser hätten und auf Rasenflächen nicht geführt werden dürften.

Eine generelle Duldung für Hunde an verbotenen Orten gibt es laut der Stadt Genf nicht – unabhängig von Uhrzeit, Temperatur oder Besucheraufkommen. Jede festgestellte Übertretung werde sanktioniert, erklärte ein Sprecher des städtischen Sicherheits- und Sportdepartements gegenüber der Zeitung. Wenn möglich, könnten Einsatzkräfte Halter jedoch vor einem Verstoss informieren.

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Florian Osterwalder

Florian Osterwalder (fos) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten und ist stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks.

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