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Tuesday, October 13, 2026

«Ein Jagdrevier für Trump»: Schweizerin erhebt schwere Vorwürfe

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  • Die Schweizerin Beatrice Keul (56) wirft US-Präsident Donald Trump vor, sie 1993 in einer Suite des Plaza Hotels in New York sexuell misshandelt zu haben.
  • Keul lernte Trump und Jeffrey Epstein bei einem Schönheitswettbewerb kennen, den Trump selbst veranstaltete.
  • Seit sie die Vorwürfe 2024 öffentlich machte, wird sie nach eigenen Angaben bedroht. Trump weist alle Anschuldigungen zurück.

Das Jahr 1993: Das ehemalige Schweizer Model Beatrice Keul (56) wird zu einem Schönheitswettbewerb nach New York eingeladen, wie sie gegenüber SRF erzählt. Veranstalter des The American Dream Pageant im New Yorker Plaza Hotel: der heutige US-Präsident Donald Trump.

Zuvor landete bei der ehemaligen Vize-Miss-Schweiz von 1992 eine Einladung in ihrem Briefkasten, die sie damals unbedingt wahrnehmen wollte. Es ging um den Schönheitswettbewerb The American Dream Pageant in New York.

«Der Wettbewerb war ein Jagdrevier für Trump und Epstein»

Ex-Model Beatrice Keul

Die Einladung war von Donald Trump persönlich unterzeichnet. Zu dieser Zeit verkehrte Trump bereits mit der High Society der US-Millionenmetropole. Er kaufte damals unter anderem die Miss-Universe-Organisation. Dazu gehörten Veranstaltungen wie Miss USA und Miss Teen USA.

«Ich habe ihm vertraut, ich war blind»

Bei einem Presseevent des American Dream Pageant im Plaza Hotel habe Donald Trump dann mit ihr geflirtet, so Keul gegenüber SRF. Trump sagte ihr, er werde jemanden zu ihr schicken, der sie zu ihm bringt, damit sie ihre Unterhaltung fortsetzen könnten. «Ich habe ihm vertraut, ich war blind.»

Kurz darauf habe sie auch Jeffrey Epstein angesprochen, der sich als «Donalds best friend» vorstellte und ihr versprochen habe, für sie zu sorgen, was sie misstrauisch gemacht habe. Später sei sie von einem Mitarbeiter Trumps in dessen Suite geführt worden, wo Trump sie laut ihrer Schilderung sexuell misshandelt hat.

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Erst Jahre später habe sie erkannt, dass dieser Wettbewerb «ein Jagdrevier für Trump und Epstein war». 2024 machte sie ihre Erfahrung erstmals öffentlich und wird seither nach eigenen Angaben gegenüber SRF bedroht. Trump weist alle Vorwürfe zurück, eine gerichtliche Feststellung gibt es nicht. Insgesamt werfen ihm mindestens 28 Frauen sexuelle Belästigung vor. Mit einigen davon hat sich Keul als «Survivor Sisters» vernetzt, um gemeinsam für Transparenz zu kämpfen und Sammelklagen vorzubereiten.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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Florian Osterwalder

Florian Osterwalder (fos) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten und ist stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks.

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