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Wednesday, September 30, 2026

3600 Franken für drei Zimmer – Steuerzahler übernehmen die Miete

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  • Die Asylorganisation Zürich (AOZ) übernimmt für drei Einzelzimmer insgesamt 3600 Franken Miete pro Monat.
  • Die drei Zimmer kosten zusammen rund doppelt so viel wie die gesamte Wohnung vor der Kündigung.
  • Der Rechtsstreit um die Kündigungen von Ende 2024 ist weiterhin vor dem Zürcher Obergericht hängig.

In den Zürcher Sugus-Häusern werden Wohnungen teilweise zimmerweise weitervermietet. Dort leben inzwischen auch Personen aus dem Asylbereich: Die Asylorganisation Zürich (AOZ) übernimmt für drei Einzelzimmer insgesamt 3600 Franken pro Monat. Ein Teil der Mieten wird damit von Steuerzahlenden finanziert, wie SRF bei «Schweiz aktuell» berichtet.

Die drei Zimmer befinden sich in einer 4,5-Zimmer-Wohnung. Dort leben drei vorläufig aufgenommene Männer aus Afghanistan und Äthiopien, die sich Küche und Bad teilen. Pro Zimmer bezahlt die AOZ monatlich 1200 Franken brutto – den vorgesehenen Maximalbetrag.

Drei Zimmer kosten doppelt so viel wie frühere Wohnung

Die Männer haben die Zimmer laut SRF selbst gefunden und ihre Mietverträge bei der AOZ eingereicht. Zusammen kosten die drei Zimmer die Steuerzahlenden rund doppelt so viel wie die gesamte Wohnung vor der Kündigung.

Gemäss AOZ leben insgesamt fünf Personen aus dem Asylbereich in den Sugus-Häusern. Laut SRF-Recherchen sollen zudem fünf weitere neue Mietende Sozialhilfe beziehen. Die Sozialen Dienste kommentierten dies gegenüber dem Sender nicht.

Gegen die Kündigungen in den Sugus-Häusern läuft weiterhin ein Rechtsstreit. Auf die Frage, weshalb die AOZ dennoch Mieten in den betroffenen Häusern übernimmt, erklärt sie gegenüber SRF: Bestimmte Eigentümerinnen könnten bei neuen Mietverträgen nicht pauschal ausgeschlossen werden. Dafür gebe es keine Rechtsgrundlage. Zudem würde dies den verfügbaren Wohnraum für Sozialhilfebeziehende einschränken.

Streit um Kündigungen noch nicht abgeschlossen

Ende 2024 erhielten 105 Mietparteien in drei der neun Sugus-Häuser die Kündigung. Die Eigentümerin hatte eine Totalsanierung angekündigt. Wie 20 Minuten berichtete, wurde gegen die Kündigungen unter anderem eine Petition lanciert.

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Die Schlichtungsstelle erklärte die Kündigungen später für missbräuchlich. Das Verfahren ist vor dem Obergericht hängig. Rund zwei Drittel der damaligen Mietenden sind inzwischen ausgezogen.

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Jasmin Steiger

Jasmin Steiger (jst) arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie arbeitet am Newsdesk und schreibt über verschiedenste Themen.

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