Merz zu Solidaritätsbesuch in der Ukraine

Weitere Militärhilfe geplant
Merz zu Solidaritätsbesuch in der Ukraine
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz ist am Sonntag in Kiew eingetroffen, um der Ukraine weitere Unterstützung im Kampf gegen Russland zuzusichern. Geplant sind Lieferungen von Abfangdrohnen und eine Milliardenhilfe für Waffenproduktion und Wiederaufbau.
Publiziert: vor 35 Minuten
- Friedrich Merz besucht Kiew am Sonntag mit Unterstützungsversprechen
- Deutschland liefert Abfangdrohnen, 1 Mrd. Euro für Waffen, 350 Mio. für Wiederaufbau
- Vierter Kanzlerbesuch seit Februar 2022, trotz russischer Warnungen durchgeführt
Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk
Bundeskanzler Friedrich Merz (70) ist am frühen Sonntagmorgen überraschend in Kiew eingetroffen. Das berichten deutsche Medien in Bezugnahme auf die Nachrichtenagentur DPA. Bei dem Solidaritätsbesuch sicherte Merz der Ukraine weitere Unterstützung im Krieg gegen Russland zu.
Der Bundeskanzler wurde von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (53) und Vertretern der Rüstungs- und Energiebranche begleitet. Laut der DPA plant die deutsche Regierung, Tausende Abfangdrohnen zu liefern, um russische Kampfdrohnen mit Düsenantrieb abzuwehren. Zudem sollen eine Milliarde Euro für die Produktion weitreichender Waffen und 350 Millionen Euro für den Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur bereitgestellt werden.
«Auf unsere Hilfe könnt ihr weiter zählen»
Trotz einer Warnung des russischen Aussenministeriums an ausländische Besucher und Diplomaten, Kiew zu verlassen, liess sich Merz nicht von seiner Reise abbringen. «Wenn Russland nicht gestoppt wird, richtet sich seine Kriegsmaschinerie früher oder später gegen uns», sagte er bei seiner Ankunft mit einem Sonderzug in Kiew. «Auf unsere Hilfe könnt ihr weiter zählen», versicherte er dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski (48).
Merz’ Besuch in Kiew ist der vierte eines deutschen Kanzlers seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022. Bereits im Mai 2025 reiste Merz, wenige Tage nach seinem Amtsantritt, gemeinsam mit europäischen Spitzenpolitikern wie Emmanuel Macron (48) in die Ukraine. Mit der aktuellen Reise will Merz den politischen Druck auf Russland verstärken und den Rückhalt Deutschlands für die Ukraine bekräftigen. «Eintracht und Stärke sind auch heute Erfolgsbedingungen für Verhandlungen mit Moskau», so Merz.
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