Ukrainische Drohnenangriffe auf Region Moskau - mehrere Tote
Ölraffinerie getroffen Ukraine attackiert Region Moskau mit Drohnen
Stand: 20.09.2026 • 09:40 Uhr
Bei Angriffen der Ukraine mit Hunderten Drohnen hat es in Russland mindestens zwei Tote gegeben. In der Region um Moskau wurde eine Raffinerie getroffen. Auch bei russischen Angriffen starben mehrere Menschen.
Bei einem der bislang schwersten ukrainischen Drohnenangriffe auf die Oblast Moskau sind russischen Behörden zufolge zwei Menschen ums Leben gekommen. Zudem sei eine Ölraffinerie in der russischen Hauptstadt getroffen worden. Nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin fing die Luftverteidigung seit Samstag mehr als 1.600 Drohnen ab, von denen 450 auf Moskau gesteuert worden seien. In der Hauptstadt selbst habe es keine Opfer gegeben.
Im Umland gab es demnach Schäden an Wohnhäusern. Im Bezirk Ramenskoje mussten laut Gouverneur Andrej Worobjow 400 Menschen, darunter 70 Kinder, aus einem 21-stöckigen Hochhaus herausgeholt werden. Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters berichteten von Explosionen und Rauchwolken über der Moskauer Raffinerie. Das Ausmaß der Schäden an der Anlage war zunächst unklar.
Weiter Angriffe auf Energie-Infrastruktur
Damit setzt auch die Ukraine ihre Angriffe auf die gegnerische Energieinfrastruktur fort. US-Präsident Donald Trump hatte noch am Montag mitgeteilt, beide Seiten hätten sich auf ein Ende dieser Schläge geeinigt. Die wiederholten ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien haben bereits zu Engpässen bei Ölprodukten und steigenden Kraftstoffpreisen in Russland geführt.
Die nun getroffene Moskauer Anlage verarbeitete im Jahr 2024 rund 11,6 Millionen Tonnen Öl. Eine Stellungnahme der Regierung in Kiew lag zunächst nicht vor. Beide Seiten betonen stets, keine Zivilisten ins Visier zu nehmen.
Der Angriff auf die Oblast Moskau ereignete sich am letzten Tag der russischen Parlamentswahl. Moskaus Bürgermeister Sobjanin sprach von einer beispiellosen Attacke, die eindeutig darauf abgezielt habe, die Abstimmung zu stören. "Der Gegner hat dies nicht erreicht", erklärte er auf dem Kurznachrichtendienst Telegram.
Wieder Angriffe auf Region Kiew
Auch Russland hat seine Angriffe in der Ukraine fortgesetzt. Bei Attacken auf die Region Kiew wurden nach ukrainischen Behördenangaben vier Menschen getötet, unter ihnen drei Kinder. Eine Mutter und ihre beiden drei Jahre alten Kinder kamen nach Angaben des Rettungsdienstes ums Leben, als eine russische Drohne ein Wohnhaus traf.
Ein weiteres Mädchen starb im Krankenhaus nach einem separaten Drohnenangriff, wie der Gouverneur der Region, Tymur Tkatschenko, mitteilte. Insgesamt seien bei den mehr als 24 Stunden andauernden Angriffen 31 Orte in fünf Bezirken beschädigt worden, erklärt Tkatschenko weiter. Am stärksten betroffen sei der südwestliche Bezirk Fastiw.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums war ein Lager des ukrainischen Drohnen- und Raketenherstellers Fire Point in der Region Kiew ein Ziel der Angriffe. Zudem sei ein Frachtschiff im Hafen von Odessa und ein Postlogistikzentrum in der Region Odessa unter Beschuss genommen worden. Sie seien für militärische Transporte genutzt worden, teilt das Ministerium mit.
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