Samsung beteiligt sich am Bau eines Atomkraftwerks für Google
Samsung beteiligt sich am Bau eines Atomkraftwerks in den USA. Der südkoreanische Mischkonzern unterstützt das US-Start-up Kairos, das für den US-Internetkonzern Google einen Reaktor errichtet.
Bis zu 100 Millionen US-Dollar wolle Samsung Construction and Trading Corporation (Samsung C&T) in das Projekt einbringen, teilte Kairos mit, vorausgesetzt die Behörden genehmigen das Geschäft. Einen Teil des Geldes will Samsung demnach in Kairos investieren – bis zu 70 Millionen US-Dollar, wie eine Konzernsprecherin dem US-Onlinemagazin TechCrunch sagte.
Den anderen Teil der Investition will Samsung in Form von technischen Dienstleistungen bereitstellen. Der Konzern hat weltweit bereits an etwa einem Dutzend Atomkraftwerksprojekten mitgearbeitet.
Kairos Power setzt auf SMRs
Kairos Power baut sogenannte Small Modular Reactors (SMR), die deutlich kleiner als bisherige Atomkraftwerke sind und weniger Energie liefern. Sie sollen weniger aufwendig und sicherer sein. Gekühlt wird der Reaktor mit einem flüssigen Salz. Als Brennstoff kommen Kugeln aus einem keramischen Werkstoff zum Einsatz, die laut Kairos Power bis weit über die Schmelztemperaturen herkömmlicher metallischer Reaktorbrennstoffe hinaus unbeschädigt bleiben sollen.
Kairos Power baut derzeit zwei Reaktoren in Oak Ridge im US-Bundesstaat Tennessee, dem Ort, an dem in den 1940er Jahren im Rahmen des Manhattan-Projekts das Uran für die Atombombe angereichert wurde. Hermes 1 ist ein Demonstrator mit geringer Leistung, anhand dessen Kairos Power sein Design verifizieren will.
Der mit Fluoridsalz gekühlte Hochtemperaturreaktor Hermes 2 soll dann ab 2030 Strom für die Rechenzentren von Google liefern. Er liefert allerdings nur eine Leistung von 50 Megawatt – zum Vergleich: Neckarwestheim 2, eines der zuletzt abgeschalteten deutschen Atomkraftwerke lieferte 1,4 Gigawatt.
Kairos Power wird bis 2035 sechs weitere Reaktoren mit jeweils 75 Megawatt an anderen US-Standorten bauen. Mit dem Atomstrom will Google seine KI-Rechenzentren betreiben, ohne Treibhausgasemissionen zu erzeugen.
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