«Nicht alles perfekt»: Shaqiri und Stocker über Lichtsteiner-Aus

- Xherdan Shaqiri und Valentin Stocker haben sich zur Entlassung von Stephan Lichtsteiner als FCB-Trainer geäussert.
- Shaqiri erzielte beim ersten Spiel nach dem Lichtsteiner-Aus zwei Tore und bereitete ein weiteres vor – so viele Torbeteiligungen wie in allen 20 Ligaspielen zuvor.
- Sportchef Stocker sagt, nicht nur der schwache Punkteschnitt sei ausschlaggebend gewesen; die Trainersuche dauert noch an.
Erstes Spiel nach der Lichtsteiner-Entlassung, erster Gala-Auftritt von Xherdan Shaqiri. Der Superstar der Basler erzielte zwei Tore selber und bereitete ein weiteres Tor vor. Drei Torbeteiligungen – genau so viele, wie er in allen 20 Ligaspielen unter Lichtsteiner sammelte. Besondere Brisanz: Zuletzt drei Torbeteiligungen hatte Shaq im letzten Ligaspiel vor der Amtszeit von Lichtsteiner.
Nach der Partie sprach der Superstar bei «blue» über die Situation. «Heute war es auch wichtig, eine Reaktion zu zeigen. Es ist nicht immer der Trainer schuld. Auch wenn er am Ende hinstehen muss. Wir müssen uns weiter verbessern. Wir bleiben am Boden. Es war jetzt eine wichtige Reaktion.»
Shaqiri will Basel nach oben führen
Dann fügte er an: «Fakt ist sicher, dass nicht immer alles perfekt war. Wir Spieler können nicht gross entscheiden, sondern müssen einfach liefern. Das Leben geht weiter. Wir müssen wieder für den FC Basel kämpfen und ihn dahin bringen, wo er hingehört: zum Titel. Wir müssen nach vorne schauen.»
Vor der Partie meldete sich auch Valentin Stocker noch zu Wort. Er sprach mit der «BAZ» auch über die Entlassung von Stephan Lichtsteiner. «Im Verlauf des Mittwochs sind wir zum Entschluss gekommen, dass wir nicht mehr daran glauben, dass es sich unter ihm in eine positive Richtung entwickelt.» Es gebe nicht den richtigen Zeitpunkt für eine Entlassung, so Stocker.
Stocker sprich über mehrere Faktoren
Stocker ist der Meinung, dass man dem Coach eine faire Chance gegeben habe. «Ich wollte unbedingt, dass es funktioniert. Das habe ich am Mittwoch auch ganz offen vor der Mannschaft gesagt: Das ist nicht nur eine Niederlage für den Trainer, sondern auch eine persönliche für mich, für den FC Basel und für das Team.» Man sei davon überzeugt gewesen, dass man den richtigen Weg eingeschlagen habe.

Gegenüber «Blue» sagte Stocker, dass es nicht nur der schwache Punkteschnitt sei, weshalb man sich für die Trennung von Lichtsteiner entschieden habe. «Es spielen mehrere Faktoren rein. Man muss sich regelmässig fragen, ob es in die richtige Richtung geht. Wir wollten positiv nach vorne schauen und mussten uns letzte Woche eingestehen, dass wir nicht auf dem richtigen Weg waren.»
Kommt ein Trainer mit mehr Erfahrung?
Der ehemalige Nati-Spieler sprach auch über mögliche Kandidaten. Namen wollte er jedoch keine bestätigen oder nennen. «Wir haben verschiedene Optionen aufgetan. Ehrlich gesagt stehen wir aber nicht kurz vor dem Abschluss», so Stocker. Man wolle bis zur Nati-Pause die Situation in Ruhe analysieren.
Auch die Erfahrung, die der neue Trainer mitbringen muss, werde sicherlich diskutiert, aber Stocker wollte es nicht pauschalisieren. Der 37-Jährige hält fest: «Es befinden sich natürlich unter den Kandidaten auch Namen, die als Trainer einen anderen Palmarès mitbringen als Stephan.»
Sven Forster (fss) arbeitet seit 2018 für 20 Minuten. Er ist seit Anfang 2024 als Blattmacher im Einsatz. Dazu leitet er seit September 2024 das Sportressort.
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