Cyberkriminelle behaupten Datenleck bei Confluent, Deloitte, KFC und MoneyGram
Dass Cyberkriminelle Daten von Unternehmen abgreifen, ist derzeit ein alltägliches Phänomen. Die kriminelle Online-Bande The Gentlemen zeigt auf ihrer Darknet-Leaksite nun Einträge zu Confluent, Deloitte, KFC und MoneyGram. Informationen zu Art und Umfang der Daten nennen die Täter nicht.
Neue Einträge von vermeintlichen Opfern auf der Darknetseite der Cybergang The Gentlemen.
(Bild: heise medien)
Der Countdown des Deloitte-Eintrags ist bereits 40 Stunden weiter heruntergezählt als bei den übrigen Einträgen. Ähnlich sah der Eintrag vom Cyberangriff auf FTAPI aus, der Ende September bekannt wurde. Inzwischen ist der Countdown einer Schaltfläche gewichen, die die Daten anzeigt.
Verzeichnisinhalt der bei FTAPI abgezogenen Daten.
(Bild: heise medien)
Auf den ersten Blick enthält der Datensatz insbesondere Werbe- und Marketingmaterial, es scheint aber auch eine Kundenliste (Bestandskunden) darunter zu sein. FTAPI hatte bereits einen Einbruch in einen einzelnen lokalen Server eingeräumt und daraufhin betroffene Kunden und Partner informiert. Die FTAPI-Plattform und Kundensysteme seien nicht betroffen gewesen. Darauf finden sich auch keine Hinweise in dem nun im Darknet veröffentlichten Datensatz.
Air Canada: OneDrive-Datenabzüge
Nach eigenen Angaben konnten die Täter auch bei der Fluglinie Air Canada eindringen und Daten stehlen; Air Canada hat das bislang nicht bestätigt. Auch diese Daten hat die Gruppe jetzt im Darknet veröffentlicht. Es handelt sich offenbar um OneDrive-Abzüge. Die einzelnen Ordner scheinen Blog-Beiträge und IIS-ASPX-Seiten zu enthalten, aber auch diverse Tabellen und anscheinend Mitschnitte von Telekonferenzen etwa zu sicherer Programmierung. Weitere Verzeichnisse deuten auf Trainingsinformationen zu verschiedenen Flugzeugtypen oder zum Umgang mit Drohnen hin. Andere Verzeichnisse und Dateien weisen eher auf persönliche Postfächer und Daten einzelner Mitarbeiter hin.
Unklar bleibt, welche Daten die kriminelle Online-Gruppierung bei Confluent, Deloitte, KFC und MoneyGram unbefugt ergattern konnte. Bislang entsteht der Eindruck, dass es sich nicht um besonders wertvolle oder kritische Daten handelt, sondern oftmals Marketingmaterialien und Daten einzelner Mitarbeiter – in anderen Fällen kann das jedoch ganz anders aussehen. Die nun angeblich betroffenen Unternehmen haben noch nicht mit veröffentlichten Stellungnahmen auf die Behauptungen der Erpresser reagiert.
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